Stand: 28.02.2019 12:36 Uhr

Diskussion über Elektro-Tretroller in Hamburg

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In vielen europäischen Städten gehören E-Roller schon zum Straßenbild. In Hamburg möchten die Bürgerschaftsfraktionen das auch erreichen.

Hamburg soll zur Vorzeigestadt für den Einsatz von Elektro-Tretrollern werden. Das wollen alle Bürgerschaftsfraktionen. Unklar ist aber weiterhin, wie schnell sie fahren dürfen - und wo.

Sollen E-Tretroller auf Radwegen fahren?

In vielen europäischen Städten haben die sogenannten Elektro-Scooter schon den Straßenraum erobert. Fußgänger müssen höllisch aufpassen, die Flitzer mit den stehenden Fahrern nicht zu übersehen. In Deutschland werden sie wohl erst im Sommer zugelassen. Hamburg will vorne mitfahren, wie SPD-Verkehrsexpertin Dorothee Martin sagte. Sie betonte jedoch: "Oberstes Gebot ist die Sicherheit, gerade auch für Fußgänger. Deswegen finden wir es gut, dass diese Elektro-Scooter auf Radwegen fahren sollen."

Die Linke und der Fahrradfahrerclub ADFC sind skeptisch: Radwege seien zu schmal, um noch Elektro-Tretroller und -Skateboards aufzunehmen. Die anderen Parteien sind für die Radwege.

Höchstgeschwindigkeit umstritten

Strittig ist auch die Höchstgeschwindigkeit. Bis zu 40 Kilometer pro Stunde sind die Fahrzeuge schnell. Die Hamburger Verkehrsbehörde schlägt maximal Tempo 25 vor. Nicht so Ewald Aukes von der FDP: "Ich denke, 20 Kilometer pro Stunde ist eine sehr gute Lösung, denn 25 ist schon sehr schnell - ich habe ein Gerät selbst schon mal gefahren." Aukes fragt sich, warum die Genehmigung schon drei Jahre dauere. Das liegt am Bundesverkehrsministerium, das wegen der Unfallgefahr zögert. Doch eine Helmpflicht lehnt es bislang ab.

 

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 28.02.2019 | 12:00 Uhr

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