Stand: 25.02.2020 15:20 Uhr  - NDR 90,3

Aus persönlichen Gründen: Prüfer-Storcks hört auf

Cornelia Prüfer-Storcks (SPD), Senatorin für Gesundheit und Verbraucherschutz in Hamburg, spricht auf einer Pressekonferenz im Rathaus in Hamburg. © picture alliance/dpa Foto: Christian Charisius
Cornelia-Prüfer Storcks gilt als eine der profiliertesten Gesundheitspolitikerinnen Deutschlands.

Zwei Tage nach der Bürgerschaftswahl in Hamburg gibt es eine erste wichtige personelle Weichenstellung. Die bisherige Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks (SPD) wird dem neuen Senat nicht mehr angehören. Wie die Politikerin im Gespräch mit NDR 90,3 sagte, haben rein persönliche Gründe dazu geführt, jetzt von der Politik Abschied zu nehmen.

Prüfer-Storcks: "Wollte selbstbestimmt aufhören"

Sie werde in diesem Jahr 64 Jahre alt und wolle nicht mitten in der neuen Legislaturperiode gehen, sondern jetzt. Prüfer-Storcks sagte weiter, sie habe sich immer gewünscht, selbstbestimmt aufhören zu können und nicht zu einem Rücktritt gedrängt zu werden. Bei den Koalitionsgesprächen werde sie aber noch mit dabei sein und mit Nachdruck die gesundheitspolitischen Ziele der SPD verhandeln.

Rückzug könnte Koalitionsverhandlungen erleichtern

Prüfer-Storcks gilt als eine der profiliertesten Gesundheitspolitikerinnen in Deutschland. Sie bekommt über die Parteigrenzen hinaus Respekt für ihre Arbeit. Eine der schwersten Krisen für sie war der Ehec-Ausbruch vor neun Jahren. Ihr Rückzug aus der Politik könnte auch die Koalitionsverhandlungen mit den Grünen erleichtern. Denn sie sind bei der Wahl so stark geworden, dass sie auf zusätzliche Senatorenposten drängen dürften. Eine Möglichkeit wäre, dass die Gesundheitsbehörde ihre Eigenständigkeit verliert und wieder Teil der Sozialbehörde wird.

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NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 25.02.2020 | 16:00 Uhr

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