Maskenkontrollen in Hamburg: Erste Bilanz des Aktionstages

Stand: 08.12.2020 06:00 Uhr

Im Zuge eines bundesweiten Aktionstags haben die Deutsche Bahn und die Bundespolizei Maskenkontrollen in Zügen und an Bahnhöfen durchgeführt. Auch in den Fernzügen zwischen Hamburg und Hannover waren Polizeibeamte im Einsatz.

An den Bahnhöfen sowie in den Regional- und Fernzügen haben sich nicht alle Fahrgäste an die Corona-Vorschriften gehalten. Am Bahnhof Altona, am Jungfernstieg sowie am Hauptbahnhof mussten Polizisten rund 200 Fahrgäste ermahnen, weil sie keinen Mund-Nasen-Schutz trugen. Auf Nachfrage sagte ein Polizeisprecher: Die Zahl der Verstöße gegen die Maskenpflicht sei in den vergangenen Monaten auf einem konstanten Niveau geblieben. Würde verstärkt kontrolliert, kämen mehr Straftaten ans Licht.

100 Beamte im Einsatz

Am Nachmittag war die Zahl der Fahrgäste ohne Maske an den Bahnsteigen und in den Bahnhofshallen am höchsten. Von 10 bis 19 Uhr waren insgesamt 100 Beamte und Beamtinnen an der Maskenkontrolle beteiligt. In den Fernzügen von Hannover nach Hamburg sowie von Hamburg nach Bremen unterstützten Polizeistreifen die Sicherheitskräfte der Deutschen Bahn bei der Schwerpunktkontrolle.

In den Bahnen selbst gab es nur wenige Verstöße gegen die Maskenpflicht. Das Tragen eines Mund-Nasen-Schutz ist in allen Bussen und Bahnen des öffentlichen Nahverkehrs für Fahrgäste ab einem Alter von sechs Jahren Pflicht. Zu dem Aktionstag hatte das Bundesverkehrsministerium aufgerufen.

Kontrollen in Fernverkehrszügen im ganzen Dezember

Die Deutsche Bahn weitet die Maskenkontrollen auf den gesamten Dezember aus. In der Hälfte aller Fernverkehrszüge seien Sicherheitsteams aus Mitarbeitenden der Bahn und der Bundespolizei an Bord, um auf die Einhaltung der Maskenpflicht hinzuweisen. Damit verdoppele die Bahn ihre Kontrollen im Fernverkehr. Unverändert werde auch weiterhin täglich in den Regionalzügen und auf den Bahnhöfen kontrolliert.

Über Weihnachten wird noch mal aufgestockt

Verstöße gegen die Maskenpflicht im Fernverkehr der Deutschen Bahn sind nach Angaben von Personenverkehrsvorstand Berthold Huber inzwischen die "absolute Ausnahme". "Damit das so bleibt und sich unsere Kunden noch sicherer fühlen, erhöhen wir zu Weihnachten erneut die Kontrollen", kündigte er an. Um täglich mehr Sitzplätze zur Einhaltung des Mindestabstands anbieten zu können, will die Bahn zudem vom 18. bis 27. Dezember Sonderzüge einsetzen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 08.12.2020 | 06:00 Uhr

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