Stand: 09.08.2018 18:04 Uhr

AfD-Fraktionschef Kruse kandidiert nicht wieder

Einer der bekanntesten Hamburger AfD-Politiker beendet seine politische Karriere. Der Mitgründer der Partei und Co-Fraktionschef Jörn Kruse sagte am Donnerstag im Gespräch mit NDR 90,3, dass er bei der kommenden Bürgerschaftswahl in zwei Jahren nicht wieder antreten werde.

Ein politisch denkender Mensch sei er immer gewesen - und das werde er bleiben, sagte Kruse. Nur mit der aktiven Politik als Bürgerschaftsabgeordneter werde er aufhören. "Ich habe nicht die Absicht, nochmal zu kandidieren. Ich werde diese Legislaturperiode zu Ende machen und dann werde ich das sein, was ich schon seit 2013 sein sollte, nämlich Rentner."

Streit mit Parteikollegen

Allerdings ist die Frage, ob er überhaupt eine Chance gehabt hätte, wieder aufgestellt zu werden. Denn Kruse hatte immer wieder einzelne Politiker der eigenen Partei mit deutlichen Worten kritisiert. Deshalb hat der Landesvorstand in dieser Woche beschlossen, ein Ordnungsverfahren gegen ihn auf den Weg zu bringen. Seinen Mund werde er sich trotzdem nicht verbieten lassen, sagte Kruse.

Verbleib in der AfD offen

Ob er nach seiner Zeit in der Bürgerschaft aus der AfD austritt, lässt Kruse offen: "Darüber habe ich noch keine Entscheidung getroffen, das hängt sehr stark von meiner Partei ab." Gleichzeitig betonte er aber, dass er sehr gerne mit allen Fraktionskollegen in der Bürgerschaft zusammenarbeitet. Und dass er der Hamburger AfD bei den nächsten Wahlen Erfolg wünscht.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 09.08.2018 | 18:00 Uhr

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