Das Sonntagskonzert

NDR Elbphilharmonie Orchester: Meister & Tamestit

Sonntag, 11. September 2022, 11:00 bis 13:00 Uhr

Bratsche Antoine Tamestit: Porträt ohne Bratsche © Julien Mignot Foto: Julien Mignot

Leider musste Chefdirigent Alan Gilbert seine Mitwirkung an diesem Konzert krankheitsbedingt kurzfristig absagen. Der Dirigent Cornelius Meister übernimmt die Leitung des NDR Elbphilharmonie Orchesters.

Bratsche Antoine Tamestit: Porträt ohne Bratsche © Julien Mignot Foto: Julien Mignot
Antoine Tamestit spielt auf einer Viola von Stradivari aus dem Jahr 1672.

Im Vergleich zu ihren Kolleg*innen an Geige und Cello ziehen die Bratschisten meist den Kürzeren: Mangels ausreichender Konzert-Literatur machen nur wenige Karriere als Solisten. Einer der wenigen internationalen Viola-Stars ist der Franzose Antoine Tamestit. Mit seiner technischen Überlegenheit und seinem einzigartigen Ton auf der Stradivari straft er alle Bratschenwitze Lügen.

Ein Wiedersehen mit Antoine Tamestit

Zum NDR Elbphilharmonie Orchester kehrt er nun mit einem - allerdings meist nur Kennern des Instruments bekannten - absoluten "Klassiker" der Sololiteratur zurück: dem Violakonzert von William Walton. Der Brite komponierte es 1929; Solist in der Premiere war kein Geringerer als der deutsche Kollege Paul Hindemith.

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Montage: Sir William Walton mit Kopfhörern. © picture alliance / akg-images | akg-images
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Walton: Violakonzert a-Moll | Klassik to Go

Werkeinführung für unterwegs: Kurz und knapp noch vor Konzertbeginn das Wichtigste über Waltons "Violakonzert a-Moll". 6 Min

Schubert: Bahnbrechend und himmlisch

Nach der Pause dann ein Werk, das heute keiner größeren Fürsprache mehr bedarf: "Das sind Menschenstimmen, alle Instrumente", begeisterte sich einst Robert Schumann an Franz Schuberts letzter Sinfonie C-Dur. Erst einige Jahre nach dem Tod des Komponisten wurde sie entdeckt und aufgeführt.

Manche sagen, die Geschichte der Sinfonie wäre anders verlaufen, wäre die Partitur früher bekannt geworden, so bahnbrechend sind Form, Instrumentation und Stil dieses Meisterwerks. Beim NDR Elbphilharmonie Orchester gibt sich nun Cornelius Meister den "himmlischen Längen" (Schumann) der "Großen C-Dur-Sinfonie" hin.

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Montage: Franz Schubert mit Kopfhörern. © picture-alliance / akg-images | akg-images
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Franz Schubert hat seine Sinfonie Nr. 8 selbst nie gehört, so Yaltah Worlitzsch. Erfahren Sie mehr in der kurzen Werkeinführung. 5 Min

In memoriam Lars Vogt

Die Konzerte dieser Woche widmet das NDR Elbphilharmonie Orchester dem Andenken an den großartigen Pianisten, guten Freund und wunderbaren Menschen Lars Vogt, der am vergangenen Montag seinem Krebsleiden erlag. Vogt gastierte beim NDR Elbphilharmonie Orchester zuletzt im Januar 2020 mit dem Tripelkonzert von Beethoven und in der Reihe "übelst unverstärkt" im Trio mit Tanja und Christian Tetzlaff. In ewiger Erinnerung bleiben darüber hinaus viele weitere Konzerte, die er im Lauf der Jahre mit den NDR Musiker*innen gestaltete.

Moderation: Friederike Westerhaus

Das Programm

William Walton
Violakonzert a-Moll
Franz Schubert
Sinfonie Nr. 8 C-Dur D 944 "Die Große"

Antoine Tamestit Viola
NDR Elbphilharmonie Orchester
Ltg.: Cornelius Meister

Live aus der Elbphilharmonie in Hamburg

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