Stand: 28.05.2017 20:22 Uhr

Cannes: Diane Kruger gewinnt Preis für Akin-Thriller

Die Filmfestspiele von Cannes sind zu Ende. Überraschend hat sich der Schwede Ruben Östlund mit seiner Kunst- und Gesellschaftssatire "The Square" im Wettbewerb durchgesetzt. Seine verblüffte Reaktion beim Überreichen der Goldenen Palme lautete: "Oh mein Gott, oh mein Gott!" Die Schauspielerin Diane Kruger wurde für ihre Rolle als Rachemutter im Thriller des Hamburger Regisseurs und Autors Fatih Akin ausgezeichnet. Der Film wurde in Hamburg gedreht. Er kommt am 23. November 2017 in die deutschen Kinos.

Cannes: Sieger, Filme und Jury des Festivals

Bester Schauspieler wurde der US-Amerikaner Joaquin Phoenix für seine Rolle als US-Veteran im Drama "You Were Never Really Here", dessen Regisseurin Lynne Ramsay für das beste Drehbuch prämiert wurde. Den Preis teilt sich die US-Amerikanerin mit dem Griechen Yorgos Lanthimos und dessen Drehbuch "The Killing Of A Sacred Deer". Sofia Coppola erhielt den Preis als beste Regisseurin für das Drama "Die Verführten", der Große Preis der Jury ging an Robin Campillos "Beats Per Minute".

Favorit Haneke geht leer aus

Der spanische Regisseur und Produzent Pedro Almodóvar ("Sprich mit ihr", "Julieta") hatte den Vorsitz über die Jury des Wettbewerbs, in dem 19 Filme liefen. Der Franzose Arnaud Desplechin eröffnete die 70. Ausgabe des Festivals mit dem Drama "Ismael's Ghosts". Der Österreicher Michael Haneke ging mit dem Favoriten "Happy End" leer aus.

Viel Prominenz auf den roten Teppich

Regisseur und Autor Fatih Akin am Hamburger Filmset seines Thrillers "Aus dem Nichts" mit Schauspielerin Diane Krüger - der Film im  Wettbewerb der 70. Filmfespiele in Cannes 2017 © 2016 Warner Bros. Ent.

Fatih Akin über seinen Thriller "Aus dem Nichts"

NDR Kultur -

Der Hamburger Regisseur Fatih Akin erzählt in Cannes über seinen Wettbewerbsbeitrag mit Diane Kruger "Aus dem Nichts".

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Zu den Prominenten auf dem roten Teppich und in den Filmen gehörten Isabelle Huppert, Diane Kruger, Kirsten Dunst, Nicole Kidman - die alleine in vier Produktionen mitspielte und mit einem Spezialpreis der 70. Edition des Festivals ausgezeichnet wurde, sowie Colin Farrell, Ben Stiller, Robert Pattinson, Willem Dafoe, David Lynch und Jane Campion.

2016 erhielt der Brite Ken Loach die Goldene Palme für das Sozialdrama "Ich, Daniel Blake". Die hoch favorisierte Tragikomödie "Toni Erdmann" von Maren Ade ging leer aus. Immerhin saß die deutsche Regisseurin mit in der Wettbewerbsjury und hat damit über die Preise 2017 mit entschieden.

 

Interview
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Dieses Thema im Programm:

NDR Kultur | Klassisch unterwegs | 28.05.2017 | 19:55 Uhr

Rückblick auf 2016

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