Stand: 25.04.2019 14:11 Uhr

"Avengers: Endgame" - letztes Kapitel eines Erfolgs

Für den Disney-Konzern ist das Marvel Cinematic Universe, kurz MCU, so etwas wie eine "Cash Cow": Kaum eine Filmreihe hat so viele Milliarden eingespielt, wie die Marvel-Filme der vergangenen elf Jahre. Umgerechnet mehr als 16 Milliarden Euro hat Disney mit den Superheldenfilmen verdient. Es gibt einen Namen, der hinter diesem Erfolg steckt: Marvel-Studio-Chef Kevin Feige. Hintergründe von Nicole Markwald, ARD-Korrespondentin in Los Angeles.

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Marvel-Chef Kevin Feige trägt bei der Pressekonferenz zum Filmstart von "Avengers: Endgame" ein Käppi mit dem "Avengers"-Logo.

Kevin Feige hat die Comics auf die Leinwand gebracht und ihnen Kultstatus weit über die Grenzen der Comic-Leser-Szene hinaus verschafft. Angefangen hat alles mit "Iron Man". Das war im Jahr 2008. Marvel Chef Feige: "Das war mehr als entscheidend. Es war die Saat, die zu allem anderen geführt hat. Wenn es nicht Robert Downey junior gegeben hätte, würde es auch MCU nicht geben. Dank gebührt aber auch Jon Favreau. Zusammen haben die beiden mit 'Iron Man' alle Erwartungen übertroffen."

"Avengers: Endgame" - Kapitel 22 der Filmreihe

Robert Downey junior: "Zusammenarbeit war einzigartig"

Viele Kritiker glauben, dass nach den großen Erfolgen der "Avengers"-Reihe nun bald Schluss sein könnte mit der Glückssträhne von Disney und MCU. Der Grund klingt ziemlich profan: Viele der Verträge mit den Stars - unter anderem Chris Evans, der bislang den Steve Rogers spielte - laufen aus. Die Schauspieler wollen nicht ewig auf das Superhelden-Image festgenagelt werden.

Trotzdem, sagt "Iron Man" Robert Downey junior, die Zusammenarbeit in den vergangenen Jahren gerade mit Chris Evans, Scarlett Johansson, Paul Rudd oder Brie Larson sei einzigartig gewesen: "Es ist wie eine Familie, obgleich der Zufall uns zusammengewürfelt hat. Wir haben uns gefunden. Ich würde das als glückliche Fügung beschreiben."

Weitere Comic-Verfilmungen in Produktion

Marvel-Studioboss Feige hat mit den Comic-Verfilmungen der vergangenen Jahre zu gut verdient, als dass mit Avengers und ihrem "Endgame" nun endgültig Schluss sein könnte. Es gibt acht Veröffentlichungstermine für noch nicht benannte Filme. Mindestens sechs Kinofilme sind in der Produktion. Unter anderem ein dritter Teil der "Guardians of the Galaxy"-Reihe.

Experten glauben, dass das "MC Universe" sogar noch weiter wachsen könnte: Disney hat vergangenes Jahr die Studios der Twentieth Century Fox gekauft. Zu denen gehört die weit weniger erfolgreiche Fantastic-Four-Reihe. Sie könnte, so die Vermutung, eventuell im Marvel Cinematic Universe aufgehen. Außerdem startet Disney im Herbst in den USA seinen neuen Streaming-Dienst. Für den sollen die Marvel-Studios bereits die Comics "Loki" und "Scarlett Witch" als TV-Serie verfilmen.

Dieses Thema im Programm:

NDR Kultur | Klassisch unterwegs | 25.04.2019 | 14:40 Uhr