Stand: 09.08.2017 11:30 Uhr  | Archiv

Flüchtlingskrimis von Merle Kröger und Doris Gercke

Kein anderes Thema beschäftigt uns momentan so sehr wie die Situation der Flüchtlinge, die versuchen, sich in Europa in Sicherheit zu bringen. Die beiden Krimi-Autorinnen Doris Gercke und Merle Kröger haben sich in ihrem Genre, dem Krimi, mit der Problematik beschäftigt. Hochaktuell und packend geht es in ihren Romanen um die EU-Grenzschutzagentur Frontex, die eingestellte Seenotrettungsmission "Mare Nostrum" und um den Kampf ums Überleben auf dem Mittelmeer. Am 3. November haben die beiden Schriftstellerinnen im Schifffahrtsmuseum Flensburg aus ihren Krimis vorgelesen.

Die Erfinderin von Bella Block: Doris Gercke

Die Schauspielerin Hannelore Hoger (links) und die Autorin Doris Gercke, aufgenommen am 20.10.2005 auf der Internationalen Frankfurter Buchmesse. Hoger verkörpert seit mehr als zehn Jahren die Fernsehkommissarin Bella Block, wofür Doris Gercke die Drehbücher verfasst. © picture-alliance (c) dpa - Report
Doris Gercke (rechts) hat die Kommissarin Bella Block erfunden. Hannelore Hoger spielt sie im TV.

Doris Gercke, die in Greifswald geboren wurde und seit 1949 in Hamburg lebt, ist die Grande Dame des politischen Krimis. Sie hat Bella Block erfunden, die zu den interessantesten Figuren der deutschsprachigen Kriminalliteratur gehört. In ihrem Roman "Zwischen Nacht und Tag" beschäftigt Bella Block das Verschwinden des Ex-Chefs der Frontex-Truppe, der sich vom Dienst an den Grenzen Europas zuvor angeekelt zurückgezogen hatte.

Ausgezeichnet: Merle Kröger

Merle Kröger, 1967 in Plön geboren, lebt und arbeitet als Produzentin, Drehbuch- und Romanautorin in Berlin. Mit ihrem Roman "Havarie" thematisiert sie die Flüchtlingskatastrophe auf dem Mittelmeer. Hier treffen ein Kreuzfahrtschiff und ein Flüchtlingsboot aufeinander. Aus der Perspektive verschiedener Menschen aus aller Welt erzählt sie die Geschichte einer schicksalhaften Nacht. In diesem Jahr wurde ihr der Radio-Bremen-Krimipreis verliehen.

Dieses Thema im Programm:

Kulturjournal | 02.11.2015 | 22:45 Uhr

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