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Leander Haußmann sagt "Buh"

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Am 1. Dezember in Parchim: Leander Haußmann

Aus Parchim musste Leander Haußmann einst bei Nacht und Nebel verschwinden, weil er mit Honeckers Lieblingslied das Publikum zum Lachen bringt. Dennoch betrachtet Haußmann rückblickend seinen Aufenthalt im "Sibirien der DDR-Landschaft" als seine glücklichste Zeit. In seinem ersten Buch mit dem ironisch-wuchtigen Titel "Buh" berichtet der Regisseur mit umwerfender Komik von Niederlagen, Skandalen und Siegen.

Mitreißende Episoden aus Theater-, Film- und Familienleben

In raffinierten Sprüngen, umwerfend komischen (Selbst-)Gesprächen und mit einer berührenden Offenheit berichtet Haußmann von Theaterabenteuern in der DDR-Provinz, Alkoholexzessen und Prügeleien, Ausreiseanträgen und Stasi-Übergriffen, Skandalen und Kapriolen, Jubel und Häme, Krisen und Depressionen.

Hineingeboren in eine Künstlerfamilie

Haußmann wuchs in der DDR in einer Theater- und Künstlerfamilie auf, seine Großmutter war kurzzeitig mit Hermann Hesse verheiratet, seine Großtante die Künstlerin Meret Oppenheim, sein Vater der Schauspieler Ezard Haußmann.

Strafversetzt nach Parchim

1988 wird Leander Haußmann ans Landestheater Parchim strafversetzt: "Parchim war der Gulag, in den die Überflüssigen, die Abgeschriebenen, die Über- und Unterbegabten abgeschoben wurden." Nun stellt der Theatervirtuose, der auch als Filmregisseur und -schauspieler erfolgreich ist, Jahrzehnte später an diesem Originalschauplatz seines Lebens sein erstes Buch vor.

Moderator des Abends ist Christoph Bungartz.

Dieses Thema im Programm:

Kulturjournal | 25.11.2013 | 19:30 Uhr

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