Jazz Special

"One of a Kind" - Der Tenorsaxofonist Michael Brecker

Freitag, 29. März 2019, 22:05 bis 23:00 Uhr, NDR Info

Am Mikrofon: Karsten Mützelfeldt

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Der Saxofonist Michael Brecker beim Jazz Festival Montreux am 16.7.2002. Sein Bruder ist der Jazz-Trompeter Randy Brecker.

Der Ton war einzigartig, sofort erkennbar. Kaum ein anderer Saxofonist nach Coltrane hat einen vergleichbaren Einfluss ausgeübt. Michael Brecker wurde zu einem der letzten Stars des Jazz. Und nach seinem frühen Tod zur Ikone. 

Wann immer wieder von "big names" gesprochen wird - er zählte zu ihnen. Der Bruder des Trompeters Randy Brecker genoss eine Popularität wie nur wenige seiner Zeitgenossen. Mit seinem Sound kreierte Michael - ohne es zu wollen - eine regelrechte Schule: schier endlos die Zahl der Epigonen und Kopisten, die - in der Regel vergeblich - versuchten, ihn zu imitieren.

Stilbildende Ikone

Gefragt als virtuoser, energetischer Sideman im Hardbop und als perfektionistischer Studiomusiker für unzählige Pop-, Soul-, R&B- und Rock-Produktionen, setzte Michael auch in eigener Sache Maßstäbe: Mit den Brecker Brothers wirkte er stilbildend in der Melange von Funk und Fusion, seine Soloalben hinterließen nicht minder nachhaltigen Eindruck. Die vielen Tondokumente einer viel zu kurzen Karriere führen den gelegentlichen Vorwurf, ein reiner "Techniker" gewesen zu sein, ad absurdum. 2007 verstarb Michael Brecker im Alter von nur 57 Jahren. Ende März wäre er siebzig geworden.