eSports: Werder peilt den dritten VBL-Titel an

Stand: 10.11.2020 09:45 Uhr

Die virtuelle Bundesliga startet in ihre dritte Saison. Aus dem Norden sind bis auf den VfL Osnabrück alle Profi-Clubs dabei. Top-Favorit ist Titelverteidiger Werder Bremen.

von Matthias Dröge und Johannes Freytag

Michael Bittner weiß, wie sich die Meisterschale anfühlt. Zweimal ist er schon mit Werder Bremen Meister der virtuellen Bundesliga (VBL) geworden. Das Werder-Trio um "MegaBit" fiebert dem Ligastart entgegen: "Wir wollen dort konstant performen und möglichst eine Top-zwei-Platzierung erreichen. Damit würden wir uns dann auch direkt für das Finalturnier qualifizieren und könnten dann dort selbstbewusst auftreten."

26 Teams und neuer Modus

Die VBL hat auch wegen der gestiegenen Teilnehmerzahl einen neuen Modus bekommen. Es gibt zwei Gruppen mit jeweils 13 Mannschaften - eine Süd-Ost-Division und eine Nord-West-Division, in der sich neben Werder sechs weitere Nordclubs tummeln: VfL Wolfsburg, Hannover 96, Hamburger SV, FC St. Pauli, Holstein Kiel und Eintracht Braunschweig: "Wir haben in unserer Division glaub' ich, sieben oder acht Vereine, die letztes Jahr in den Top Ten waren. Also ist unsere definitiv die Favoriten-Division mit einigen sehr, sehr starken Teams", erklärte Wolfsburgs Benedikt Saltzer dem NDR.

Der VfL gehört zu den eSports-Pionieren, ist schon seit mehr als fünf Jahren dabei und zählt zu den größten Konkurrenten von Werder Bremen. "Über kurz oder lang wollen wir auf jeden Fall Meister werden", sagte Saltzer, der mit seinen Mitspielern schon etliche Stunden an der PlayStation 4 und auch der Xbox One verbracht, Freundschaftsspiele bestritten und Trainingslager absolviert hat.

Die Fußballsimulation FIFA 21 muss auf beiden Konsolen beherrscht werden, erklärte Bremens Bittner: "Man muss das neue Spiel kennenlernen und sich vor allem darauf einlassen. Dazu braucht es schon so zwischen sechs bis zehn Stunden pro Tag im ersten Monat. Da befinden wir uns bei einer Spielanzahl von 700 bis 900 Spielen!"

Neuling Braunschweig will vor Hannover landen

Das Debütanten-Team von Eintracht Braunschweig mit eSports-Trainer Lukas Hennig gibt sich bescheiden: "Alles, was besser ist als Platz zehn, ist Bonus, da wir ja auch erst in unserer ersten Saison sind." Und die beginnt mit einer Partie als Außenseiter gegen den VfL Wolfsburg - und mit dem Derby gegen Hannover 96. "Die haben sich umstrukturiert und gehen einen etwas regionaleren Weg. Mit denen wollen wir natürlich auf Augenhöhe konkurrieren und am liebsten die Saison vor Hannover beenden", schickte Hennig gleich eine Kampfansage an den niedersächsischen Rivalen.

Dieses Thema im Programm:

Sport aktuell | 10.11.2020 | 11:25 Uhr

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