Stand: 07.10.2019 11:41 Uhr

Bleibt Werner Holstein-Coach? "Tendenz positiv"

Drei Spiele, drei Punkte, wieder Tabellenplatz 16 - die nackten Zahlen sprechen nicht unbedingt für Interimstrainer Ole Werner. Und doch darf sich der Nachfolger von André Schubert berechtigte Hoffnungen darauf machen, bei Zweitligist Holstein Kiel zur Dauerlösung zu werden. "Wir sind mit seiner Arbeit aktuell sehr zufrieden", erklärte Sportdirektor Fabian Wohlgemuth. "Die Tendenz ist absolut positiv." Dabei schloss der 40-Jährige ausdrücklich den jüngsten Auftritt der "Störche" bei der 1:2-Niederlage gegen Regensburg mit ein. "Es ist Stabilität in die Mannschaft gekommen. Seine Handschrift war auch diesmal zu sehen."

Gegen Regensburg: zwei Fehler, zwei Gegentore

Eigentlich hätten die Schleswig-Holsteiner das Spiel gegen die Oberpfälzer auch nicht verlieren dürfen. "Wir sind sehr, sehr angefressen", meinte Werner. "Das Spiel nagt richtig an mir." Seine Mannschaft hatte forsch losgelegt und immer wieder schnell nach vorn gespielt. Besonders die Außenbahnspieler Makana Baku und David Atanga taten sich dabei hervor und zeichneten auch für die Führung verantwortlich. Doch dann rutschte eine Flanke zum 1:1 ins Tor, und vor dem 2:1 für den Jahn patzte Ioannis Gelios schwer. "Mir geht's scheiße. Das war mein Fehler, wenn ich rauskomme, muss ich durchziehen", sagte der Torhüter. So hatte Abwehrrecke Dominik Schmidt bereits abgeschaltet, als Stürmer Andreas Albers den Ball ungestört ins leere KSV-Tor schob.

Spieler hoffen auf Verbleib ihres Trainers

Die Spieler hatten sich bereits vor dem Regensburg-Spiel für Werner als Cheftrainer ausgesprochen. Gelios brach nun noch einmal eine Lanze für den 31-Jährigen. "Die Jungs sind im Training alle gut drauf, es herrscht eine super Stimmung", betonte der Deutsch-Grieche. "Wenn es mit dem Werner weitergeht, würden wir uns drüber freuen."

Meistert Werner die Doppelbelastung?

Kiels Manager Fabian Wohlgemuth (l.) mit Interimstrainer Ole Werner © imago images/Holsteinoffice
Kiels Manager Fabian Wohlgemuth (l.) mit Interimstrainer Ole Werner.

Der Interimstrainer "würde natürlich gern weitermachen". Dass Wohlgemuth Werner noch nicht zum Cheftrainer befördert hat, hängt allerdings mit dem Fußballlehrer-Lehrgang zusammen, den der Mann aus dem eigenen Nachwuchs gerade besucht: "Wir müssen ein Gefühl dafür bekommen, wie sich diese Doppelbelastung auch im Alltag auf die Mannschaft auswirkt." Man könnte sagen, dass Werner immerhin schon den Schritt vom Interimstrainer zum "Trainer auf Probe" gemacht hat. Wenn er sich weiter bewährt, darf er bleiben. Die Suche nach einem externen neuen Chefcoach ist offenbar hintangestellt. "Wir haben einen internen Fahrplan. Ole Werner wird heute, morgen und auch nächste Woche Trainer von Holstein Kiel sein", schloss Wohlgemuth.

Dieses Thema im Programm:

Sportclub | 06.10.2019 | 23:00 Uhr

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