Stand: 19.05.2019 17:21 Uhr

Harmlose Kieler unterliegen in Bielefeld

von Johannes Freytag, NDR.de
Masaya Okugawa (l.) gelang in seinem letzten Spiel für Kiel nicht viel.

Fußball-Zweitligist Holstein Kiel hat sich mit einer Niederlage in die Sommerpause verabschiedet. Die Schleswig-Holsteiner unterlagen am Sonntag bei Arminia Bielefeld mit 0:1 (0:0) und beendeten die Saison als Tabellensechster. Mehr als die sportlich bedeutungslose Partie bei den Ostwestfalen wird die "Störche" allerdings die Frage beschäftigen, wie es in der kommenden Saison weitergeht. Trainer Tim Walter wird heftig vom VfB Stuttgart umworben und aller Voraussicht nach für eine Ablösesumme von einer Million Euro zu den Schwaben wechseln. Dazu werden mindestens acht Spieler, darunter in Kingsley Schindler (Köln), David Kinsombi (HSV) und Kenneth Kronholm (Chicago) drei Stammkräfte, nicht mehr zum KSV-Kader zählen. Wie schon im Vorjahr müssen die Kieler einen Umbruch bewältigen, in dieser Spielzeit gelang ihnen das mehr als achtbar. "Wir können sehr stolz auf diese Saison sein. Wer hätte am Anfang gedacht, dass wir am Ende Sechster werden? Nach dem Umbruch im vergangenen Sommer wurden wir doch von vielen als Abstiegskandidat gehandelt", erklärte Dominik Schmidt.

KSV erst druckvoll, dann unter Druck

34.Spieltag, 19.05.2019 15:30 Uhr

Arm.Bielefeld

1

Holstein Kiel

0

Tore:

  • 1:0 Clauss (71.)

Arm.Bielefeld: Ortega - Schütz, Behrendt, Pieper, Lucoqui - Salger - Prietl, Yabo (60. Clauss) - Edmundsson (83. Weihrauch), Klos, Voglsammer (89. Brandy)
Holstein Kiel: Reimann - Dehm, Schmidt, Wahl (78. Bisseck), van den Bergh - Karazor - Mühling, Bénes (65. Evina) - J. Lee - Serra, Okugawa (57. Honsak)
Zuschauer: 22867

Weitere Daten zum Spiel

"Wir fahren nach Bielefeld, um dort zu gewinnen. Wir wollen demonstrieren, dass wir eine tolle Saison gespielt haben und dass in den Jungs ein großes Potenzial schlummert", hatte KSV-Trainer Walter vor der Partie erklärt. Und seine "Jungs" setzten die Offensivvorgabe zunächst um, attackierten die Bielefelder früh und kamen durch Laszlo Benes zum ersten Torschuss der Partie (2.). Auch Johannes van den Bergh verfehlte das Gehäuse von Arminia-Keeper Stefan Ortega (12.), Masaya Okugawa bekam nach toller Vorarbeit von Jae-sung Lee im Strafraum den Fuß nicht an den Ball (25.). Alles keine Hochkaräter, aber sie zeigten doch die reifere Spielanlage der Kieler. Die Gastgeber agierten zunächst abwartend, bekamen dann aber die Partie mehr und mehr unter Kontrolle. Andreas Voglsammer köpfte haarscharf am Pfosten vorbei (32.), kurz darauf vergaben Fabian Klos und erneut Voglsammer im Eins-gegen-Eins-Duell mit KSV-Keeper Dominik Reimann die große Doppel-Chance zur Führung (39.). Spätestens Rienhold Yabo hätte das schlampige Kieler Abwehrverhalten bestrafen müssen, rutschte aber am Ball vorbei (43.). So ging es torlos in die Kabinen.

Clauss mit dem Treffer des Tages

Mit einem Lattenschuss leitete Kiels Alexander Mühling den zweiten Durchgang ein (49.). Benes versuchte es per Freistoß, schlenzte aber ein gutes Stück am Winkel vorbei (56.). Die "Störche" hatten nun ein leichtes Übergewicht, offenbarten aber immer wieder Lücken in der Defensive. Voglsammer scheiterte mit einem strammen Schuss an Reimann (62.). Beiden Mannschaften war das Bemühen nicht abzusprechen, dennoch blieb mit zunehmender Spieldauer - vor allem in der Kieler - Offensive vieles Stückwerk. Die Partie drohte torlos dem Ende entgegenzuplätschern, als der Ball dann plötzlich doch im Netz landete. Die KSV-Abwehr klärte nur unzureichend, Jonathan Clauss rauschte heran und erzielte unter Mithilfe des Pfostens das 1:0 für die Bielefelder (71.). Mehr passierte nicht mehr. Kiel blieb offensiv wenig zwingend, die Arminia tat nur noch das Nötigste.

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Sportreport | 19.05.2019 | 18:05 Uhr