Stand: 19.05.2019 10:02 Uhr

HSV: Noch 90 Minuten, dann ist es endlich vorbei

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Trauriger Abschied: Der HSV spielt am Sonntag gegen Duisburg, aber nicht mehr um den Aufstieg.

Nur noch 90 Minuten, dann ist die Zweitliga-Saison aus Sicht des HSV endlich beendet. Die Begegnung gegen den MSV Duisburg heute (15.30 Uhr / im NDR Livecenter) sollte zur Aufstiegsparty werden, doch nun wird es ein trauriges Finale: Den Aufstieg hat der HSV am vergangenen Wochenende in Paderborn endgültig verspielt, es folgte wieder einmal eine turbulente Woche und die ohnehin schon lange erwartete Ankündigung, dass Coach Hannes Wolf am Sonntag zum letzten Mal auf der Hamburger Trainerbank sitzen wird.

Vorkehrungen für "vernünftigen Saisonabschluss"

Sportlich ist die Spannung komplett raus, da Duisburg bereits als Absteiger feststeht. Die interessanteste Frage ist: Wie reagieren die HSV-Fans heute auf die enttäuschenden Vorstellungen ihrer Mannschaft? Der Club rüstet sich jedenfalls, um Ausschreitungen nach dem Spielende zu verhindern. "Wir wollen einen vernünftigen Saisonabschluss", sagte Hoffmann. Nach dem Bundesliga-Abstieg im vergangenen Sommer war es in der Arena zu schweren Tumulten gekommen. Um ähnliche Vorfälle zu verhindern, werden nicht wie sonst 100 Polizeibeamte, sondern 300 im Einsatz sein.

Keine Verabschiedung der Spieler

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Um größere Unmutsäußerungen zu verhindern, verzichtet der Club zudem darauf, die bereits feststehenden Abgänge vor dem Spiel im Stadion zu verabschieden. Auch eine geplante Choreographie im Stadion fällt aus.

Die Partie, die eigentlich ein Aufstiegsendspiel werden sollte, ist trotz des "Topspiel-Zuschlags" fast ausverkauft. Nach Informationen der "Hamburger Morgenpost" haben allerdings schon mehrere Hundert Fans die Möglichkeit genutzt, ihre bis zu 85 Euro teuren Karten gegen eine Stornogebühr zurückzugeben. Womöglich lassen andere ihre Karten auch einfach verfallen.

Neuer Kader nimmt genauere Formen an

Personell zeichnet sich derweil immer genauer der Kader der kommenden Saison ab. Nach den Neuzugängen Jan Gyamerah (VfL Bochum), Jeremy Dudziak (FC St. Pauli) und David Kinsombi (Holstein Kiel) ist nun nach übereinstimmenden Medienberichten auch der Transfer des Bochumer Stürmers Lukas Hinterseer perfekt.

Santos, van Drongelen und Pollersbeck werden wohl verkauft

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Zu den bereits feststehenden Abgängen dürften sich schon bald weitere Spieler gesellen. Die Gespräche über einen Abschied von Douglas Santos haben begonnen, aber laut "Hamburger Abendblatt" auch mit Julian Pollersbeck und Rick van Drongelen. Alle drei gehören zu den wenigen Spielern, die dem HSV nach der Saison noch wichtige Transfereinnahmen bescheren könnten. Eintracht Frankfurt hat vorzeitig die Kaufoption bei Filip Kostic gezogen. Eigentlich war der Serbe zwei Jahre ausgeliehen, mutmaßlich zahlt der Bundesligist nun weniger als die zunächst verabredeten 6,5 Millionen Euro, weil die Hamburger das Geld dringend brauchen. Stand jetzt kehrt allerdings Bobby Wood nach einer enttäuschenden Saison in Hannover zurück - und belastet mit seinem nach wie vor knapp vier Millionen Euro schweren Vertrag das Budget.

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