Stand: 10.11.2018 15:16 Uhr

Khaled Narey führt HSV zum Auswärtssieg in Aue

von Uli Petersen, NDR.de
Erlösender Jubel: Khaled Narey nach dem Treffer zum 2:1 für den HSV.

Auch nach dem vierten Pflichtspiel unter dem neuen Trainer Hannes Wolf ist Fußball-Zweitligist Hamburger SV als Sieger vom Platz gegangen: Am Samstagnachmittag bezwangen die Hanseaten auswärts Erzgebirge Aue mit 3:1 (1:1). Die Hamburger lieferten zwar unter dem Strich nicht ihre beste Saisonleistung ab, doch beim Tabellen-13. der Zweiten Liga setzten sie sich am Ende dank ihrer spielerischen Überlegenheit und einer guten Chancenverwertung nach der Pause durch. "Wir waren eiskalt. Nach dem Ausgleich war es nicht einfach hier. Aber wir sind cool geblieben und haben die Dinger gemacht", sagte Hamburgs Torschütze zum 2:1, Khaled Narey, der zudem das 1:0 vorbereitet hatte. Die ungewohnten Schwächen, die die zweitbeste Verteidigung der Liga zeigte, wurden nicht bestraft. Auf Platz eins liegen die Hamburger jetzt drei Punkte vor dem 1. FC Köln (8:1 gegen Dynamo Dresden), der FC St. Pauli (1:1 gegen Heidenheim) ist mit vier Zählern Rückstand Dritter.

Narey zunächst nur als Vorbereiter gut

13.Spieltag, 10.11.2018 13:00 Uhr

Erzgeb. Aue

1

Hamburger SV

3

Tore:

  • 0:1 Lasogga (21.)
  • 1:1 Fandrich (23.)
  • 1:2 Narey (63.)
  • 1:3 Jatta (68.)

Erzgeb. Aue: Haas - Cacutalua, S. Breitkreuz, Rapp - Rizzuto (72. Kvesic), Fandrich (76. S. Bertram), Riese, D. Kempe - Hochscheidt - Testroet (72. Herrmann), Nazarov
Hamburger SV: Pollersbeck - G. Sakai, Lacroix, van Drongelen, Douglas Santos - Mangala (86. C. Moritz) - Narey, Hunt (76. Bates), L. Holtby, Arp (64. Jatta) - Lasogga
Zuschauer: 16000 (ausverkauft)

Weitere Daten zum Spiel

Nach dem 1:0-Erfolg gegen den 1. FC Köln hatte HSV-Trainer Hannes Wolf seine Startelf im 4-1-4-1 unverändert gelassen: Léo Lacroix begann in der Innenverteidigung, obwohl die Gelb-Rot-Sperre von David Bates abgelaufen war. Die Hanseaten setzten auf eigenen Ballbesitz, ließen den Gegner mit langen Pass-Stafetten laufen. Ein Kopfball von Lacroix nach einer Ecke (4.) war in den ersten 20 Minuten aber alles, was die Hamburger offensiv anzubieten hatten. Minute 21 hatte es dann jedoch in sich: Kapitän Aaron Hunt spielte mit einem überragenden Pass durch die Schnittstelle rechts Narey frei. Dessen flaches Zuspiel verwandelte Pierre-Michel Lasogga mühelos - sein siebter Saisontreffer. Der Jubel währte aber keine 120 Sekunden: Clemens Fandrich bestrafte eine unachtsame HSV-Abwehr mit einem Schuss in den rechten Winkel (23.) - es war der erste Gegentreffer für den HSV nach 384 Minuten.

Dieses Tor brachte die zweikampfschwachen Hamburger etwas aus dem Tritt. Narey hätte für die erneute Führung sorgen müssen (40.), köpfte aber aus einem (!) Meter aus unerfindlichen Gründen zur Seite, statt über die Linie. Auch ein Seitfallzieher-Versuch (44.) missglückte dem Flügelstürmer der Gäste. Zum neunten Mal (im 13. Spiel) ging es mit einem ausgeglichenen Spielstand in die Pause.

Joker-Tor durch Jatta

Hamburg versuchte nach dem Seitenwechsel druckvoller zu agieren, aber von Orel Mangala, Hunt und vor allem Lewis Holtby kam im Aufbau bis zur 60. Minute deutlich zu wenig, um Aue in Bedrängnis zu bringen. Es spricht jedoch für den HSV als Spitzenteam, dass er dann Mitte des zweiten Durchgangs zwei Fehler der Gastgeber eiskalt bestrafte: Nach einem Fehlpass von Aues Innenverteidiger Nicolai Rapp traf Narey aus 18 Metern oben rechts (63.), fünf Minuten später überwand der kurz zuvor eingewechselte Bakery Jatta Torhüter Daniel Haas aus spitzem Winkel ins kurze Eck - Hunt hatte erneut perfekt vorbereitet. In den letzten 20 Minuten verteidigte der HSV den Zwei-Tore-Vorsprung im Stile einer Spitzenmannschaft, bei Kontermöglichkeiten sprang der erhoffte vierte Treffer aber nicht mehr heraus.

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Dieses Thema im Programm:

Hamburg Journal | 10.11.2018 | 19:30 Uhr