2:0 in Nürnberg - HSV klettert auf Rang drei

Stand: 27.08.2022 22:25 Uhr

Der HSV hat die Heimniederlage gegen Darmstadt 98 gut verdaut und sich am Samstagabend mit einem 2:0 (1:0)-Erfolg in Nürnberg in der Spitzengruppe der zweiten Fußball-Bundesliga zurückgemeldet. Mario Vuskovic und Robert Glatzel trafen.

von Johannes Freytag

"Wir wollten ein ganz anderes Gesicht zeigen als vergangene Woche und das ist uns gelungen", sagte Torschütze Glatzel und sprach von einem "verdienten Sieg". Saison- und wettbewerbsübergreifend haben die Hamburger damit zum achten Mal in Folge ein Pflichtspiel in der Fremde gewonnen. In der Tabelle kletterte der HSV auf Rang drei - mit jeweils einem Zähler Rückstand auf das Führungsduo Paderborn und Darmstadt.

Am kommenden Sonnabend (20.30 Uhr) empfängt die Mannschaft von Trainer Tim Walter im heimischen Volksparkstadion den Karlsruher SC, der seit vier Spielen ungeschlagen ist (drei Siege, ein Remis).

Leibold feiert Comeback nach Kreuzbandriss

Walter musste nach dem 1:2 gegen Darmstadt notgedrungen seine Mannschaft umbauen und die gesperrten Aaron Opoku und Ransford-Yeboah Königsdörffer ersetzen. Neuzugang Jean-Luc Dompé feierte sein Startelf-Debüt, zudem gaben Bakery Jatta und Tim Leibold (nach fast einem Jahr Pause) ihr Comeback nach Verletzungen.

Der Linksverteidiger und seine Defensivkollegen sahen sich in der Anfangsphase druckvollen Nürnbergern gegenüber, die die erste Torgelegenheit der Partie hatten: HSV-Keeper Daniel Heuer Fernandes vereitelte aber die Doppelchance durch Johannes Geis und Enrico Valentini (11.).

HSV wird stärker, Vuskovic trifft zur Führung

Es dauerte lange, ehe der HSV sein dominantes Spiel aufziehen konnte. Jatta sprintete seinen Gegenspielern zwar ein ums andere Mal davon, die Flanken gerieten aber zu ungenau. Als Glatzel im Strafraum abgeräumt wurde, pfiff Schiedsrichter Felix Zwayer vermutlich wegen einer Abseitsposition des HSV-Stürmers keinen Strafstoß (21.). Dompés strammen Schuss lenkte FCN-Torwart Christian Mathenia mit den Fingerspitzen über die Latte (28.).

Auf der Gegenseite vergaben Mats Möller Daehli (31.) und Fabian Nürnberger (32.) gute Möglichkeiten - und dann schlug der HSV zu: Jonas Mefferts eigentlich zu lange Flanke aus dem linken Halbfeld köpfte Moritz Heyer von der Grundlinie zurück in den Strafraum, wo Mario Vuskovic wuchtig und direkt aus wenigen Metern zur Gästeführung einschoss (37.).

6.Spieltag, 27.08.2022 20:30 Uhr

1.FC Nürnberg

0

Hamburger SV

2

Tore:

  • 0:1 Vuskovic (37.)
  • 0:2 Glatzel (90. +2)

1.FC Nürnberg: Mathenia - Valentini (79. Gyamerah), F. Hübner, Lawrence (52. C. Schindler), Wekesser - Geis - Nürnberger (46. Fofana), Castrop (68. Wintzheimer) - Möller Daehli - Duah, Daferner (79. Lohkemper)
Hamburger SV: Heuer Fernandes - Heyer, Vuskovic, Schonlau, Leibold (59. Muheim) - Meffert - Reis, Kittel - Jatta (81. David), Glatzel, Dompé (74. Benes)
Zuschauer: 35713

Weitere Daten zum Spiel

Daferner vergibt Ausgleichschance

Nach Wiederbeginn waren es wieder die Gastgeber, die die erste Torchance hatten: Fast an der gleichen Stelle, wo in Hälfte eins Vuskovic zum 1:0 für den HSV getroffen hatte, kam Christoph Daferner zum Schuss, traf den Ball aber nicht richtig, so dass dieser weit über das Tor flog (49.).

Das Tempo des ersten Durchganges bekamen die Zuschauer im Max-Morlock-Stadion nicht mehr geboten. Sie sahen aber einen abgeklärten HSV, der die Partie im Großen und Ganzen unter Kontrolle hatte, wenngleich er wenig Torgefahr ausstrahlte.

HSV zittert kurz, dann trifft Glatzel

Aber das Spiel war noch nicht gewonnen: Heuer Fernandes klärte in höchster Not einen zu kurz geratenen Rückpass von Sebastian Schonlau (63.), Daferners Kopfball ging am rechten Pfosten vorbei (70.).

Erst eine Viertelstunde vor dem Ende erhöhte die Walter-Elf wieder den Druck und prompt geriet Nürnberg in Not. Glatzel verpasste eine Hereingabe von Kittel nur knapp (76.) und schoss kurz darauf am Tor vorbei (79.). Im dritten Versuch schließlich war der HSV-Goalgetter erfolgreich: Eine Flanke von Kittel setzte er mit der Fußspitze vor dem ebenfalls zum Ball gehenden Ludovit Reis zum 2:0-Endstand ins Netz (90.+2).

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Dieses Thema im Programm:

Sportclub | 28.08.2022 | 22:50 Uhr

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