Stand: 10.07.2020 09:04 Uhr

Werder und Kohfeldt: Weiter, aber nicht so

Florian Kohfeldt wird Werder wohl auch in der kommenden Saison trainieren.

Beim Fußball-Bundesligisten Werder Bremen steht die große Aufarbeitung der abgelaufenen Spielzeit kurz vor dem Abschluss. Nach dem lediglich in der Relegation gegen Heidenheim geglückten Klassenerhalt haben die Norddeutschen für heute Mittag um 12 Uhr zu einer Pressekonferenz geladen. Dabei dürfte es um die Lehren gehen, die sie aus der sportlich dramatisch schlechten Saison gezogen haben und vor allem, ob Florian Kohfeldt bleibt. Nach NDR Informationen wird der Coach weitermachen. An der PK nehmen außer Kohfeldt der Aufsichtsratsvorsitzende Marco Bode sowie die drei Geschäftsführer Frank Baumann, Klaus Filbry und Hubertus Hess-Grunewald teil.

Baumann über Kohfeldt: "Hat genug Kraft und Power"

Sportchef Baumann, der ebenfalls im Amt bleiben wird, hatte bereits am Montag erklärt, an dem 37-Jährigen festhalten zu wollen.

"Florian hat in dieser Saison gezeigt, dass er auch schwierige Situationen meistern kann. Deshalb gibt es für mich da keine Frage. Ich bin weiter absolut von ihm überzeugt. Ich gehe davon aus, dass er auch die Lust hat, den Weg weiterzugehen. Florian hat genug Kraft und Power, um die neue Saison mit aller Überzeugung anzugehen", sagte Baumann. Kohfeldt, an dem Bundesligist TSG Hoffenheim Interesse haben soll, hielt sich indes bislang bedeckt, ob er seinen noch bis 2023 laufenden Vertrag erfüllen will.

Der "Weser-Kurier" schrieb von einer "Jaaaa, aber…"-Stimmung bei Kohfeldt, die auch davon beeinflusst sei, dass der Trainer sehr genau um die besseren Arbeitsbedingungen bei anderen Clubs wisse und bei Werder massiv auf "alternativlose Veränderungen" im gesamten sportlichen Bereich dränge. Dabei gehe es zum Beispiel um die medizinische Betreuung. "Wir hatten viele Verletzte, sogar unglaublich viele Verletzte. Das war einer der Hauptgründe für diese Saison", sagte Kohfeldt.

Installiert Werder einen Teammanager?

Möglicherweise engagiert Werder einen Teammanager nach Dortmunder Vorbild (Sebastian Kehl), der den Trainer im Umgang mit der Mannschaft und der Öffentlichkeit entlastet. Das Internetportal "deichstube.de" nannte in Ex-Profi Clemens Fritz auch schon einen möglichen Kandidaten. Der 39-Jährige ist bei Werder als Leiter der Scouting-Abteilung angestellt, wurde von Kohfeldt aber bereits im Januar mit ins Trainingslager der Profis nach Mallorca genommen. Auch Claudio Pizarro, der seine Karriere beendet hat, kann sich einen solchen Job vorstellen: "Mich hat aber noch niemand gefragt."

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Sport aktuell | 09.07.2020 | 15:25 Uhr