Stand: 12.02.2020 16:56 Uhr

Werder auf neuen Wegen: Bringt das die Wende?

Werder Bremen hat in der Bundesliga seit acht Spielen nicht gewonnen.

Wenn nicht einmal der Pokal-Schwung hilft, ist es an der Zeit, etwas zu verändern. Werder Bremen hat schon vor der Partie am 22. Spieltag der Fußball-Bundesliga bei RB Leipzig (Sonnabend, 15.30 Uhr, im Livecenter bei NDR.de) einen Schritt vollzogen, den die Abstiegskandidaten für gewöhnlich erst in der Schlussphase der Saison tätigen: ein Kurztrainingslager abseits der heimischen Gefilde abhalten.

Ergänzend zu der intensiveren Vorbereitung auf die kommende Aufgabe in aller Abgeschiedenheit setzt Trainer Florian Kohfeldt noch ganz deutlich auf die Kraft des positiven Denkens: "Vor uns liegen 13 Spiele und damit auch 13 Chancen", sagte der 37 Jahre alte Trainer des Tabellenvorletzten.

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Bei erst 17 verbuchten Punkten beträgt der Rückstand auf den ersten Nichtabstiegsrang, der vom 1. FSV Mainz 05 eingenommen wird, bereits vier Zähler. Es bedarf dringend einer Trendwende - mit dem Wissen ist das Team am Mittwoch nach Leipzig gereist. "Wir haben den Zeitpunkt genau abgewogen. Für uns ist es wichtig, dasss wir uns ohne jegliche Störfaktoren auf Leipzig vorbereiten können. Zudem wollen wir zeigen, dass es keinen Grund gibt, auf irgendetwas zu warten", sagte Kohfeldt. Ergo wurde die "Karte" Kurztrainingslager bereits jetzt vor zwei Aufgaben ausgespielt, in denen für die Grün-Weißen die Trauben recht hoch hängen.

Werder vor doppelter Herausforderung

Nach dem Spiel am Sonnabend in der sächsischen Metropole beim Tabellenzweiten folgt eine Woche darauf das Heimspiel gegen die derzeit drittplatzierten Dortmund. Es ist trotz der herausragenden Leistung im DFB-Pokal-Achtelfinale (3:2) nicht zwingend davon auszugehen, dass im nächsten Wettbewerb gleich der nächste Erfolg gegen den BVB gelingt.

Kohfeldt gibt nicht allzu viel auf die klaren Verhältnisse in der Tabelle. "Mit Leipzig und Dortmund warten absolute Spitzenmannschaften auf uns. Doch natürlich wollen wir auch in diesen Spielen punkten", hob er hervor.

Ex-Kapitän Fritz soll Spielern helfen

In seinem Maßnahmen-Paket spielt auch ein Ex-Kapitän eine Rolle: Clemens Fritz.

Der EM-Teilnehmer 2008 soll in Gesprächen dabei helfen, die Spieler auf die schwere Partie und den Abstiegskampf einzuschwören. "Clemens ist sehr erfahren, was solche Situationen angeht", sagte Kohfeldt. "Er hat als Kapitän diese Phasen häufig durchgemacht. Ich erhoffe mir, dass er nochmal eine Perspektive reinbringt, die eine beratende und mitnehmende Funktion für die Spieler haben kann." Auch Team-Psychologe Andreas Marlovits ist in Leipzig dabei, um die Mannschaft zu unterstützen. Sie sollen den Spielern Tipps geben, wie sie mit Gegentoren oder anderen Rückschlägen während eines Spiels umgehen. Kohfeldt: "Es gibt nur noch Endspiele. Die Situation ist sehr ernst. Wir müssen das - egal gegen wen wir spielen - so angehen wie gegen Dortmund."

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Sportclub | 16.02.2020 | 22:50 Uhr