Die Werder-Profis lassen sich von den Fans im Weserstadion feiern. © IMAGO / foto2press

Werder Bremen: Nur Dauerkarten-Besitzer gegen Aue zugelassen

Stand: 01.12.2021 16:38 Uhr

Fußball-Zweitligist Werder Bremen hat sich mit dem Bremer Senat darauf geeinigt, dass zum Spiel gegen Erzgebirge Aue am Freitag nur Dauerkartenbesitzer eingelassen werden. Die Arena wird wohl halb voll.

Ursprünglich sollte Werder die Kapazität aufgrund der angespannten Corona-Lage um 25 Prozent auf 31.600 Zuschauer reduzieren. Das ging Bürgermeister Andreas Bovenschulte aber nicht weit genug. "Ein volles Stadion kann es auf keinen Fall geben", hatte der SPD-Politiker Dienstag nach den Bund-Länder-Gesprächen gesagt. Er verfolge eher einen restriktiven Kurs, um Risiken zu vermeiden. "Einschränkungen muss es geben." Am Mittwoch wurde ein Kompromiss erzielt - mit möglicherweise begrenzter Halbwertzeit.

Hess-Grunewald: Stadion wird halb ausgelastet

"Wir sind mit der Entscheidung des Senats sehr zufrieden", wurde Werder-Präsident Hubertus Hess-Grunewald in einer Club-Mitteilung zitiert. "Wir haben bereits am Freitag unsere Bereitschaft signalisiert, bei den Zuschauerzahlen noch weiter runtergehen zu können, weil wir uns natürlich unserer gesellschaftlichen Verantwortung bewusst sind."

2G-Regel gilt - ca. 20.000 Zuschauer erwartet

Werder hatte vor der Saison 27.000 Dauerkarten verkauft - so viele wie noch nie. "Wir gehen aber davon aus, dass aufgrund der Absatzzahlen und der Erfahrung mit Spielen, die um 18.30 Uhr angestoßen werden, das Stadion etwa nur zur Hälfte gefüllt sein wird", sagte ein Sprecher. Das wären etwa 20.000 Zuschauer. Insgesamt bietet das Bremer Weserstadion 42.100 Plätze. Das Spiel findet unter 2G-Regeln statt. Weiterhin wird eine Maskenpflicht in VIP-Bereichen bestehen und eine Maskenempfehlung in allen weiteren Bereichen. Besucher aus den Hochinzidenzregionen Sachsen, Thüringen und Bayern sind nicht zugelassen.

Bund und Länder beraten Donnerstag über Geisterspiele

Gut möglich, dass der Bremer Kompromiss schon am Donnerstagabend hinfällig wird. In der zweiten Runde der Bund-Länder-Beratungen soll es auch um eine Entscheidung über Geisterspiele im Profifußball gehen. Mehrere Clubs haben ihren Kartenvorverkauf bereits gestoppt, darunter Borussia Dortmund, das zum Bundesliga-Topspiel am Sonnabend Bayern München empfängt.

Weitere Informationen
Eine Maske liegt auf dem Rasen am Millerntor. © picture alliance / xim.gs | xim.gs / Philipp Szyza

Nächster Corona-Gipfel: Gibt es Geisterspiele im Sport?

Beschlüsse sollen heute bei den Bund-Länder-Beratungen gefasst werden. Einige Länder sind (noch) für Teilausschlüsse. mehr

Vier Werder-Spieler in Corona-Quarantäne

Wie stark und unberechenbar sich das Coronavirus gerade wieder verbreitet, erleben die Bremer Spieler am eigenen Leib. Offensivspieler Eren Dinkci wurde trotz vollständiger Impfung am Mittwoch positiv getestet und ist damit der vierte Werder-Spieler, der sich in dieser Woche in häusliche Quarantäne begeben musste.

Zu Beginn der Woche hatte der Tabellenzehnte berichtet, dass sich Nachwuchsspieler Fabio Chiarodia und Niklas Schmidt infiziert haben, Mitchell Weiser wurde als Kontaktperson eingestuft. Bereits vergangene Woche waren Mittelfeldspieler Nicolai Rapp und Interimstrainer Danijel Zenkovic positiv auf das Virus getestet worden.

Weitere Informationen
Trainer Ole Werner gibt Anweisungen. © imago images/Nordphoto

Werder Bremens Trainer Werner: "Sehr hungriges Team vorgefunden"

Der neue Hoffnungsträger des Fußball-Zweitligisten verströmte bei seiner Vorstellung am Montag Zuversicht. mehr

Eine Fußballtabelle vor eine Fußballmotiv © Colourbox Foto: Pressmaster

Ergebnisse und Tabelle 2. Fußball-Bundesliga

Ergebnisse, Tabellenstände und die Spieltage im Überblick. mehr

Dieses Thema im Programm:

Sport aktuell | 01.12.2021 | 15:25 Uhr

Mehr Fußball-Meldungen

Hannovers Spieler bejubeln einen Treffer. © picture alliance/dpa | Swen Pförtner

Nächster Favoriten-Sturz im Pokal: Hannover 96 wirft Gladbach raus

Die "Roten" feierten gegen den Bundesligisten ein Fußball-Fest und folgten dem HSV und St. Pauli ins Viertelfinale des DFB-Pokals. mehr