Die Wolfsburger Profis Josuha Guilavogui (l.) und Max Kruse diskutieren während einer Trinkpause miteinander. © IMAGO / regio24

VfL Wolfsburg: Guilavogui bleibt, was wird aus Kruse?

Stand: 22.08.2022 13:06 Uhr

Der VfL Wolfsburg kommt in der Fußball-Bundesliga noch nicht in Schwung, nach drei absolvierten Spieltagen warten die Niedersachsen weiter auf den ersten Sieg. Einen Gewinner gibt es bei den "Wölfen" mit Josuha Guilavogui aber trotzdem.

Der 31-Jährige zählte beim 0:0 gegen Schalke 04 neben Torhüter Koen Casteels erneut zu den auffälligsten VfL-Profis. Der Franzose räumte im defensiven Mittelfeld alles weg und lieferte einen eindrucksvollen Arbeitsnachweis: 21 seiner 30 Zweikämpfe gewann Guilavogui - das sind starke 70 Prozent. Der Ligaschnitt liegt laut GSN-Daten auf dieser Position bei 5,05 gewonnenen von 9,24 Zweikämpfen (54,62 Prozent).

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Auf vier Einsätze in vier Pflichtspielen kommt Guilavogui bereits, zweimal spielte er 90 Minuten durch. Und so ist ein Abschied aus Wolfsburg vom Tisch, wie der Profi nach dem Schalke-Spiel dem NDR verriet: "Ich bleibe auf jeden Fall. Ich bin sehr glücklich."

"Kleine Depression" in der Heimat

Zu Saisonbeginn sah dies noch ganz anders aus. Guilavogui kehrte frustriert von seiner halbjährigen Ausleihe aus Bordeaux zurück. Da der Club aus der französischen Ligue Une abstieg, wurde es nichts mit der geplanten Fest-Verpflichtung. Zudem berichtete der 31-Jährige von einer "kleinen Depression", die er in seiner Heimat gehabt habe.

"Wir müssen im Leben immer positiv bleiben, weil es viel Schatten, aber auch viel Licht gibt." Josuha Guilavogui

Beim VfL durfte der einstige Kapitän zwar mittrainieren, gleichwohl zählte er im (zu) großen Kader trotz seines noch bis 2023 laufenden Vertrages zu den ersten Verkaufskandidaten. Aber Guilavogui, mit 187 Einsätzen schon die Nummer vier der VfL-Bundesligarekordspieler, nutzte seine Chance. Sehr zur Freude seiner Mitspieler: "Wir alle lieben Josh. Er ist ein Führer, er hilft uns extrem", sagte zum Beispiel Lukas Nmecha.

Kruse-Thema sorgt für Unruhe

In Guilavogui ist ein Aussortierter zum Leistungsträger avanciert, Max Kruse hingegen droht das umgekehrte Schicksal. Der 34-Jährige ist unter dem neuen Trainer Niko Kovac wegen Fitness-Defiziten nur noch Edeljoker und mit dieser Rolle "natürlich nicht zufrieden".

"Wir haben es bislang nicht geschafft, mit dem Thema souverän umzugehen." Jörg Schmadtke zur "Causa" Kruse

Das Thema sorgt für Unruhe und VfL-Geschäftsführer Jörg Schmadtke will nun zwischen Kovac und Kruse vermitteln: "Es kann durchaus sein, dass ich mich mit beiden einmal an einen Tisch setze, um miteinander zu reden", sagte er der "Wolfsburger Allgemeinen Zeitung".

Verlässt Kruse Wolfsburg noch in diesem Monat?

Sportdirektor Marcel Schäfer sieht eindeutig Kruse in der Pflicht: "Ein neuer Trainer kann nur das bewerten, was er in der Vorbereitung sieht. Max hat seine Stärken, aber das befreit ihn nicht davon, 100 Prozent bringen zu müssen. Er versucht das."

Zugleich heizt Kruse aber Wechselgerüchte an, in dem er darauf verweist, dass das Transferfenster (bis zum 31. August) ja noch offen sei: "Ich bin immer noch im guten Fußball-Alter - und es gab noch keine Saison, in der ich wirklich richtig scheiße gespielt habe", sagte Kruse auf seinem Twitch-Kanal.

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Sportclub | 21.08.2022 | 22:50 Uhr

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