VIDEO: Lübeck unterliegt Wiesbaden - Die Tore der Partie (2 Min)

VfB Lübeck: Entmutigt, geschlagen und so gut wie abgestiegen

Stand: 04.05.2021 21:50 Uhr

Der VfB Lübeck hat nach der dritten Niederlage in Folge nur noch theoretische Chancen auf den Klassenerhalt in der Dritten Liga. Die Schleswig-Holsteiner verloren am Dienstag ihr Heimspiel gegen den SV Wehen Wiesbaden mit 0:3 (0:2).

von Martin Schneider

Es könnte somit die Woche der finalen Tristesse, aber auch der Planungssicherheit für den VfB werden. Sechs Punkte beträgt der Rückstand auf das rettende Ufer drei Spieltage vor Schluss. Zudem erweckten die Norddeutschen gegen Wiesbaden vom Anpfiff weg auch nicht den Eindruck, die sportliche Wende schaffen zu können. Oder noch daran zu glauben. Am Sonntag im Nord-Duell gegen Abstiegskonkurrent SV Meppen könnte der Gang in die Regionalliga für die Lübecker endgültig feststehen.

"Das ist nicht das wahre Gesicht der Mannschaft. Ich weiß nicht, was los war. So darf man sich nicht präsentieren", sagte Lübecks Coach Rolf Landerl nach der 18. Saisonniederlage dem NDR.

Früher Rückstand für den VfB

Nur einen Tag nachdem die Vereinsführung mitgeteilt hatte, dass im Sommer 16 Profis den Verein verlassen sollen und Landerl nur im Fall des Klassenerhalts weitermachen darf, wirkten die Profis des VfB entmutigt und ausgelaugt von den Hiobsbotschaften. Der frühe Rückschlag durch das Tor von Wiesbadens Gustaf Nilsson in der 15. Minute tat sein Übriges dazu. Nach einer Ecke grätschte der Schwede einen Schuss seines Mitspielers Maurice Malone über die Linie.

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Ein weiterer Nackenschlag für die Norddeutschen, die sich davon nicht mehr erholten. Die bekannten Probleme des VfB in der Offensive traten auch gegen Wiesbaden zu Tage: Die Gastgeber hatten zwar mehr Ballbesitz, erspielten sich aber kaum Torchancen - und wenn, fehlte beim Abschluss die Qualität. Yannick Deichmann (25., 28.) versuchte es aus der Ferne, an der gegnerischen Strafraumgrenze war für die Lübecker oft Endstation.

Lücken in der Lübecker Abwehr

In der Defensive hatten die Norddeutschen Probleme mit der Geschwindigkeit der Gäste, sowohl im Zentrum als auch auf den Außenpositionen. Das 2:0 kurz vor der Pause verdeutlichte dies: Kevin Lankford trieb den Ball bei einem Konter mit Tempo durchs Mittelfeld und stand nach der Vorlage von Malone goldrichtig (43.). Die Gäste zeigten vor dem gegnerischen Tor genau den Killerinstinkt, der dem VfB fehlte.

VfB drängt, Wiesbaden trifft

Kurz nach dem Seitenwechsel flammte bei den Grün-Weißen noch einmal die Hoffnung auf: Elsamed Ramaj vergab zwei große Chancen auf den Anschlusstreffer (58., 62.). Der VfB ließ sich nicht hängen, drängte auch in der Folge auf den Treffer - und kassierte doch nur den nächsten Nackenschlag. Wiesbadens Malone bereitete diesmal nicht vor, sondern traf selbst in der 67. Minute zum 3:0-Endstand. So endete ein bitterer Abend für den VfB, der die Weichen für die Zukunft gestellt haben dürfte.

35.Spieltag, 04.05.2021 19:00 Uhr

VfB Lübeck

0

Wehen Wiesb.

3

Tore:

  • 0:1 Nilsson (15.)
  • 0:2 Lankford (43.)
  • 0:3 Malone (67.)

VfB Lübeck: Raeder - Malone, Grupe, Rieble - Okungbowa (52. Zehir), Boland (78. Mende) - Thiel, Hertner (78. Deters) - Y. Deichmann, Akono, Ramaj (65. M. Röser)
Wehen Wiesb.: Boss - Lankford (86. Guthörl), Mockenhaupt, Medic, M. Niemeyer - Walbrecht - Malone (68. Brumme), Ajani (86. Kuhn), G. Korte (46. Lais) - Wurtz, Nilsson (76. Hollerbach)
Zuschauer:

Weitere Daten zum Spiel

Dieses Thema im Programm:

Sportclub | 09.05.2021 | 22:50 Uhr

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