Stand: 16.12.2018 11:23 Uhr

"Trabbi" Hannover 96 ist jetzt Schlusslicht

Schon wieder ist der Ball im 96-Tor: Bayern München gewann locker 4:0 in Hannover.

Hannover 96 ist am Tiefpunkt angelangt, auf Platz 18 in der Fußball-Bundesliga - mit lediglich zehn Zählern aus 15 Partien. Beim 0:4 gegen Meister Bayern München waren die Niedersachsen am Sonnabend derart chancenlos, dass es selbst für kühnste Optimisten nichts Positives zu erkennen gab. 96-Mittelfeldspieler Pirmin Schwegler fand einen passenden Vergleich, um die Kräfteverhältnisse zu beschreiben: "Bayern München war auf Vollgasmodus. Der Lamborghini war vollgetankt und unser Trabbi war ein bisschen leer."

Schlechteste Bilanz seit 1988

Hannover erfüllt zurzeit alle Kriterien eines Krisenclubs: Der Dauerstreit zwischen Präsident Martin Kind und der Opposition hat den Verein zermürbt, auch die Mannschaft ist in einem besorgniserregenden Zustand. Selbst in der Abstiegssaison 2015/2016 hatte 96 nach 15 Partien eine bessere Bilanz als jetzt. Schlechter standen die "Roten" zum gleichen Zeitpunkt nur 1988 da (umgerechnet neun Punkte). "Wir haben zu viele Baustellen. Es wird Zeit, dass wir endlich welche schließen", betonte Schwegler. Trotz der desaströsen Bilanz muss Trainer André Breitenreiter (noch) nicht um seinen Posten fürchten. Kind hatte dem Coach in der vergangenen Woche eine Job-Garantie gegeben, Manager Horst Heldt bestätigte dies am Sonnabend nach der Pleite gegen die Bayern: "Wir werden das jetzt nicht jede Woche ändern. Die Aussage ist getätigt, dabei bleibt es."

In der Winterpause sollen Neuzugänge kommen

Die verbleibenden Partien vor der Winterpause in Freiburg (Mittwoch) und gegen Düsseldorf (Sonnabend) haben bereits Endspielcharakter. "Wir dürfen nicht abreißen lassen. Es geht jetzt um verdammt viel“, betonte Heldt, der bereits den Blick auf die Winterpause richtet. Dann soll im offensichtlich zu schlecht besetzten Kader nachgebessert werden. "Wir müssen versuchen, das eine oder andere zu korrigieren", erklärte Heldt: "Allerdings ist der Markt auch nicht übersät mit Spielern, die uns besser machen." Breitenreiter hofft jedenfalls auf Neuzugänge. "Wir wollen uns in der Pause neu aufstellen und analysieren, was wir noch im Kader machen müssen, um den Klassenerhalt zu schaffen", so der Coach.

Dieses Thema im Programm:

Sportclub | 16.12.2018 | 22:50 Uhr

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