Stand: 09.10.2019 16:48 Uhr

Stövers Auftrag: Kiel in Liga zwei etablieren

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Uwe Stöver soll Holstein Kiel wieder auf Erfolgskurs bringen.

Am Mittwochmorgen erhielt Uwe Stöver die Schlüssel für die Geschäftsstelle von Holstein Kiel. Zwei Tage nach seiner offiziellen Verpflichtung als Sportchef des kriselnden Fußball-Zweitligisten bezog der 52-Jährige das Büro seines entlassenen Vorgängers Fabian Wohlgemuth. Viel Zeit, sich einzuarbeiten, hat der gebürtige Wuppertaler nicht. Zum einen muss der Ex-Profi die Trainerfrage klären. Zum anderen gilt es für ihn, sich einen Überblick über den Kader zu verschaffen, um gegebenenfalls Wintertransfers in die Wege zu leiten.

Schubert-Nachfolge weiter ungeklärt

In puncto Nachfolge für den nach lediglich sieben Pflichtspielen beurlaubten Coach André Schubert wollte Stöver kurz nach seiner Amtsübernahme noch keine neue Wasserstandsmeldung abgeben. Er habe am Montag "ein einstündiges Gespräch" mit Interimscoach Ole Werner geführt und werde mit dem etatmäßigen Übungsleiter von Holsteins U23 auch am Donnerstag vor der Abreise zum Testspiel beim VfL Wolfsburg noch einmal das Gespräch suchen. Ob er sich Werner als Dauerlösung vorstellen könne, ließ Stöver im Interview mit NDR Info offen: "Da bitte ich jetzt einfach mal um Zeit. Denn die Entscheidungen, die ich treffe, treffe ich immer mit einer entsprechenden fundierten Basis. Und da braucht es einfach ein bisschen Zeit."

Erste Kontaktaufnahme kurz nach Sieg in Fürth

Apropos Zeit: Stöver verriet, dass er bereits am vergangenen Dienstag von KSV-Aufsichtsratschef Stefan Tholund kontaktiert worden sei. Also zwei Tage nach dem 3:0-Erfolg die Kieler bei der SpVgg Fürth. Für Vorgänger Wohlgemuth kam dieser überzeugend errungene Sieg zu spät. Warum im Detail er seinen Hut nehmen musste, bleibt weiter ein Geheimnis. Nun also soll Stöver das ins Schlingern geratene Schiff wieder in ruhige Gewässer führen. "Die Ziele Holstein Kiels lauten Etablierung in der Zweiten Liga. Und in diesem Jahr wird es so sein, wenn man nach neun Spieltagen acht Punkte hat, dass wir die Situation annehmen und anerkennen. Wenn wir uns weiter etablieren wollen in dieser Liga, müssen wir auch die Ligazugehörigkeit gewährleisten. Und daran werden wir arbeiten", sagte der ehemalige Verteidiger.

"Mit dieser Mannschaft auf Kurs kommen"

Bis zur zweiten Transferperiode in dieser Saison wird dies mit dem von Wohlgemuth zusammengestellten Kader passieren müssen. Ob er für die Winterpause Verstärkungen ins Auge gefasst habe, ließ Stöver offen. "Wichtig ist, dass wir mit dieser Mannschaft auf Kurs kommen. Und wir werden alle Arbeitskraft dafür einsetzen", sagte der 52-Jährige.

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Sport aktuell | 07.10.2019 | 14:25 Uhr