Stand: 16.03.2019 16:27 Uhr

St. Pauli geht erneut 0:4 unter - in Sandhausen

von Christian Görtzen, NDR.de

Sechs Tage nach dem Derby-Debakel gegen den Hamburger SV ist Fußball-Zweitligist FC St. Pauli erneut mit 0:4 untergegangen. Die Mannschaft von Trainer Markus Kauczinski war am Sonnabend beim Abstiegskandidaten SV Sandhausen ohne Chance, schon zur Pause lag sie vor 10.657 Zuschauern mit 0:2 zurück. In dieser Verfassung haben die Braun-Weißen, die trotz der Niederlage als Tabellenvierter in die länderspielbedingte Pause gehen, keine Chance auf das Erreichen des Relegationsranges oder womöglich gar noch mehr. "Man hat gemerkt, dass wir ein bisschen verunsichert sind, dass uns da noch etwas in den Kleidern steckt vom letzten Spiel. Das konnten wir nicht so leicht abschütteln, dafür haben wir lange gebraucht. Es war dann zu spät, bis wir zu unserem Spiel gefunden haben", sagte Kauczinski dem NDR.

Keine Stabilisierung bei St. Pauli

26.Spieltag, 16.03.2019 13:00 Uhr

SV Sandhausen

4

FC St. Pauli

0

Tore:

  • 1:0 Wooten (34.)
  • 2:0 Förster (43.)
  • 3:0 Schleusener (46.)
  • 4:0 Förster (49.)

SV Sandhausen: Schuhen - Diekmeier, Verlaat, Schirow, Paqarada - Karl, Linsmayer (75. Behrens) - Gíslason, Förster (87. Fe. Müller), Schleusener (69. Zenga) - Wooten
FC St. Pauli: Himmelmann - L.-M. Zander, Avevor, Hoogma, Buballa - Dudziak (52. Flum), Knoll - Lankford (84. Miyaichi), Buchtmann, Möller Daehli - Meier (52. Diamantakos)
Zuschauer: 10657

Weitere Daten zum Spiel

Kauczinski hatte nach der Derby-Pleite seine Anfangsformation auf gleich vier Positionen verändert: Luca-Milan Zander, Jeremy Dudziak, Mats Möller Daehli und Kevin Lankford, der nach seinem Winter-Wechsel vom Liga-Konkurrenten Heidenheim sein Debüt gab, ersetzten Jan-Philipp Kalla, Robert Neudecker, Sami Allagui und Ryo Miyaichi. Zur erhofften Stabilisierung führte das allerdings nicht. Die Sandhäuser waren bereits in der Anfangsphase gefährlicher. Ein Schuss von Denis Linsmeyer zappelte im Netz (6.), doch der Treffer wurde von Referee Sven Waschitzki (Essen) zurecht nicht anerkannt, da der im Abseits stehende Jesper Verlaat Gäste-Keeper Robin Himmelmann die Sicht auf den Ball genommen hatte. Und kurz darauf rutschte Andrew Wooten nach Hereingabe von Rurik Gislason das Spielgerät aus sehr guter Position über die Stirn (9.).

Zwei Gegentore innerhalb von zehn Minuten

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St. Paulis Jeremy Dudziak (r.) im Duell mit Sandhausens Markus Karl.

Von St. Pauli kam auch in der Folgezeit im Spiel nach vorne - nichts. Für den SVS war es nach einer halben Stunde ein Leichtes, den Gegner wieder unter Druck zu setzen. Und dieses Mal stellte sich der Erfolg ein. Eine weite Flanke des emsigen Ex-HSV-Profis Dennis Diekmeier köpfte in der Mitte Wooten zum völlig verdienten 1:0 (34.) ein. Und es kam noch schlimmer für die verunsicherten Braun-Weißen. Nach einem eigenen Eckball ließ sich Möller Daehli von Gislason den Ball abluchsen. Der Isländer schickte Philipp Förster steil, und dessen Flachschuss fand nach Innenpfosten-Kontakt den Weg zum 2:0 (43.) ins Netz. Beinahe hätte er eine Minute später noch das 3:0 folgen lassen. St. Pauli scheiterte in Halbzeit eins auf ganzer Linie, Wiedergutmachung für die Pleite gegen den HSV zu betreiben.

Kiezkicker kassieren den K.o.

War es im ersten Abschnitt schon bitter genug, wurde es nach Wiederanpfiff desaströs. Nur nach nur 25 gespielten Sekunden zappelte der Ball abermals im Netz der Gäste. Fabian Schleusener hatte ihn nach Flanke von Diekmeier per Kopf dorthin befördert - 3:0 (46.). Förster erhöhte schnell auf 4:0 (49.), spätestens dies war der K.o. für die Kiezkicker. Mit der Hereinnahme von Dimitrios Diamantakos für Alexander Meier (52.) lief es zumindest etwas besser. Der Grieche sorgte in der 56. Minute für die erste Torchance der Hamburger, die SVS-Torhüter Marcel Schuhen mit einer guten Parade zunichte machte. Zander (65.) und Avevor (70.) hatten gegen einen Gegner im Verwaltungs-Modus weitere Gelegenheiten. Ergebniskosmetik gelang aber nicht mehr.

Dieses Thema im Programm:

Hamburg Journal | 16.03.2019 | 19:30 Uhr

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