Stand: 23.06.2020 20:53 Uhr

Sieg in Chemnitz - Braunschweig Tabellenführer

von Johannes Freytag, NDR.de

Die Fußballer von Eintracht Braunschweig grüßen zumindest für eine Nacht von der Tabellenspitze der Dritten Liga. Die Niedersachsen setzten sich trotz einer eher schwachen Leistung am Dienstagabend mit 2:1 (2:0) beim abstiegsbedrohten Chemnitzer FC durch. Steffen Nkansah und Merveille Biankadi trafen für die Elf von Trainer Marco Antwerpen, die seit dem Neustart der Liga in acht ungeschlagenen Spielen bereits den sechsten Sieg feierte.

Am Sonnabend gastieren die Braunschweiger wieder bei einem Kellerkind: Die Partie in Zwickau wird live im NDR Fernsehen und bei NDR.de übertragen.

Braunschweig gnadenlos effektiv

Von Anfang an war der CFC gewillt, dem Favoriten ein Bein zu stellen. Die Sachsen begannen mutig und offensiv, attackierten die Braunschweiger früh.

35.Spieltag, 23.06.2020 19:00 Uhr

Chemnitzer FC

1

Braunschweig

2

Tore:

  • 0:1 Nkansah (8.)
  • 0:2 Biankadi (37.)
  • 1:2 Hoheneder (69.)

Chemnitzer FC: J. Jakubov - Itter, Hoheneder, Reddemann, Sirigu (85. Milde) - Bonga, Tallig (85. Mat. Langer), Tob. Müller (85. Krebs), Garcia - Bozic, Hosiner
Braunschweig: Marcel Engelhardt - Putaro (78. Otto), Wiebe, Fürstner (72. B. Kessel), Nkansah, Schlüter (78. R. Becker) - Biankadi, Pfitzner (72. Kammerbauer), Kobylanski, Schwenk (59. Bär) - Pourié
Zuschauer:

Weitere Daten zum Spiel

Aber mit der ersten Torchance rückte der BTSV die Verhältnisse gerade: Martin Kobylanski trat einen Freistoß von der rechten Seite präzise auf den Kopf von Nkansah, der den Ball zum 1:0 für die Gäste in die Maschen beförderte (8.). Der Torschütze bejubelte seinen Treffer mit der "Black Power"-Geste und reckte mit gesenktem Kopf die Faust in die Luft.

Auch in der Folgezeit spielte die Antwerpen-Elf ruhig und abwartend. Chemnitz hatte weiterhin mehr Spielanteile, mehr als ein Pfostentreffer von Philipp Hosiner (11.) sprang dabei allerdings nicht heraus. Deutlich effektiver zeigte sich die Eintracht: Manuel Schwenk und Marvin Pourié stocherten jeweils am Strafraumrand liegend den Ball weiter zu Biankadi, der trocken zum 2:0 vollendete (37.).

Chemnitz steckte nicht auf und hatte kurz vor der Pause drei richtig gute Chancen: Erst verfehlte Tarsis Bonga per Kopf das Gehäuse von BTSV-Keeper Marcel Engelhardt knapp (40.), kurz darauf drosch Sören Reddemann zentral aus sechs Metern den Ball am Tor vorbei (42.), einen Schuss von Hosiner klärte Nkansah (43.).

CFC bestraft passive Braunschweiger

Auch nach Wiederanpfiff agierte Braunschweig weiter defensiv und ließ Chemnitz kommen. Engelhardt verhinderte mit einer tollen Parade gegen Tobias Müller den Anschlusstreffer (49.) und erneut traf Reddemann den Ball so unglücklich, dass er aus bester Schussposition am Tor vorbei flog (53.). Die Niedersachsen überstanden die Druckphase der Gastgeber und setzten nach einer Stunde mal wieder selbst offensive Akzente: Pourié verpasste eine scharfe Hereingabe nur knapp (60.) und Biankadi kam gegen CFC-Keeper Jakub Jakubov einen Schritt zu spät (65.).

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Dennoch rächte sich die überwiegend passive Spielweise der Braunschweiger: Niklas Hoheneder hämmerte eine Ablage von Bonga aus knapp 16 Metern in den Winkel (69.). Nur zwei Minuten später bewahrte BTSV-Keeper Engelhardt sein Team vor dem Ausgleich, als er einen Distanzschuss von Erik Tallig parierte (71.). Der Anschlusstreffer hatte die Eintracht nicht aus der Lethargie geweckt - im Gegenteil, Chemnitz drückte weiter: Müllers Schuss hatte Engelhardt erst im Nachfassen sicher (79.). Flanke um Flanke segelte in den Braunschweiger Strafraum, Entlastungsangriffe wurden bereits kurz hinter der Mittellinie gestoppt.

In der sechsten Minute der Nachspielzeit trat erst Hosiner im Strafraum am Ball vorbei, dann schoss Hoheneder über das Tor - unmittelbar danach war Schluss und Braunschweig Tabellenführer.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 2 Sport | 23.06.2020 | 23:03 Uhr

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