Stand: 11.07.2018 15:27 Uhr

Schaaf in neuer Rolle zurück bei Werder

Vereinsikone Thomas Schaaf ist am Mittwochnachmittag offiziell als Technischer Direktor des Fußball-Bundesligisten Werder Bremen vorgestellt worden. Der 57-Jährige, der mit den Hanseaten zweimal als Spieler (1988 und 1993) sowie einmal als Coach (2004) deutscher Meister wurde, soll bei den Hanseaten in seiner neuen Funktion unter anderem die Weiterentwicklung und Umsetzungskontrolle einer einheitlichen Trainings- und Spielphilosophie forcieren. Schaaf sei eine "Schüsselstelle in der Verzahnung zwischen Profi- und Ausbildungssektor", erklärte Sportchef Frank Baumann. "Die Vorfreude war groß, in diesem Bereich einzusteigen. Ich möchte erst einmal alle Mannschaften aus dem Werder-Nachwuchsleistungszentrum kennenlernen. Es macht Spaß, wieder hier zu sein", sagte der langjährige Bundesliga-Trainer.

Schaaf: Ein Musterbeispiel für Vereinstreue

Schaaf will derzeit nicht als Trainer arbeiten

Schaaf hatte nach seinem Abschied als Werder-Coach 2013 für die UEFA als Spielanalyst und als Ausbildungsleiter gearbeitet. Der gebürtige Mannheimer betreute zudem Eintracht Frankfurt eine Saison lang, bevor er im Januar 2016 das Amt des Übungsleiters beim damals abstiegsgefährdeten Bundesligisten Hannover 96 antrat. Nach lediglich elf Spielen (ein Sieg, zehn Niederlagen) war seine Zeit bei den Niedersachsen wieder abgelaufen. Eine Rückkehr an die Seitenlinie kann sich der 57-Jährige derzeit nicht vorstellen. "Im Moment stehe ich als Trainer nicht zur Verfügung. Weder intern bei Werder noch extern für andere Vereine", sagte Schaaf am Mittwoch.

"Wollen herausstellen, wofür Werder steht"

Stattdessen will der frühere Rechtsverteidiger die Optimierung der Clubstrukturen vorantreiben. "Wir wollen herausstellen, wofür Werder steht, für welche Philiospohie. Wir wollen die Ausrichtung der Trainingsarbeit noch stärker auf unsere Spielart zuschneiden, die Durchlässigkeit und die Verbindung in den Profibereich verbessern", erklärte der neue Technische Direktor. Die Spielphilosophie der Hanseaten werde dabei "nicht neu entwickelt", so Schaaf: "Aber wir beobachten, wohin sich der Fußball entwickelt, wie beispielsweise gegen ballbesitzorientierte Mannschaften gespielt werden kann - und wie sich das aufs Training auswirkt."

Das neue Tätigkeitsfeld sei für ihn so interessant, dass er Angebote, als Trainer tätig zu sein, abgelehnt habe. "Ich bin nicht derjenige, der dahin geht, wo es das große Geld gibt. Viel wichtiger ist mir die Aufgabe, dass ich etwas bewegen kann", sagte die Werder-Legende.

Dieses Thema im Programm:

NDR 2 Sport | 11.07.2018 | 22:40 Uhr

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