Stand: 09.10.2018 18:06 Uhr

Satzungsänderung bei Hannover 96 ruft DFL auf den Plan

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Wurde von der DFL wegen der Satzungsänderung kontaktiert: 96-Boss Martin Kind.

Eine Satzungsänderung bei Hannover 96 hat die Deutsche Fußball Liga auf den Plan gerufen. Wie jetzt bekannt wurde, hatten die Niedersachsen im September Neuregelungen bei der Hannover 96 GmbH & Co. KGaA vorgenommen und auch im Handelsregister eintragen lassen. Die DFL ist nach eigenen Angaben durch Medienberichte auf die Vorgänge aufmerksam geworden und hat sich "am 4. Oktober unmittelbar mit dem Club in Verbindung gesetzt und um entsprechende Informationen gebeten". Seitdem stehe man mit Hannover 96 im Austausch, hieß es am Dienstag in einer Mitteilung der DFL.

Kind: "Riskieren nicht die Lizenz"

Die Neuregelungen schränken nach Auffassung von Kritikern die Rechte der Hannover 96 Management GmbH, die zu hundert Prozent dem eingetragenen Verein gehört, stark ein. Laut einer Analyse der Interessensgemeinschaft "Pro Verein 1896" verstößt der Club durch die Satzungsänderung sogar gegen die Lizenz. 96-Boss Martin Kind erklärte dazu: "Wir riskieren nicht die Lizenz. Darüber hinaus werden wir zu gesellschaftsrechtlichen Fragen keine Stellung beziehen." Die Kritiker werfen Kind vor, durch die Satzungsänderung die 50+1-Regel aushebeln zu wollen. Die DFL hatte einen Antrag des 74-Jährigen auf eine Ausnahmegenehmigung von der Regelung abgelehnt.

Die sogenannte 50+1-Regel besagt, dass der eingetragene Verein bei ausgelagerten Kapitalgesellschaften die Mehrheit halten muss. Damit soll der Einfluss von Investoren beschränkt werden. Kind hat nach der Ablehnung durch das DFL-Präsidium das Schiedsgericht angerufen. Zudem bereitet er eine Klage vor einem ordentlichen Gericht vor.

Dieses Thema im Programm:

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