Stand: 13.06.2019 15:39 Uhr

Offiziell: Werder Bremen verkauft Stadionnamen

Das Weserstadion am Osterdeich hat einen "Vornamen" bekommen.

Nun ist es offiziell: Fußball-Bundesligist Werder Bremen hat seinen Stadionnamen an ein Immobilien-Unternehmen verkauft. Der viermalige deutsche Meister wird ab der kommenden Saison im "wohninvest Weserstadion" auflaufen. Das teilte der Club am Donnerstag mit. Der Vertrag läuft bis zum 30. Juni 2029 und bringt der Bremer Weserstadion GmbH rund 30 Millionen Euro ein. An der Gesellschaft sind Verein sowie die Stadt jeweils zu 50 Prozent beteiligt.

Filbry: "Verschafft uns finanziellen Spielraum"

"Die Kooperation verschafft uns den finanziellen Spielraum, um unsere einzigartige Heimstätte und nicht zuletzt auch unseren Verein für den Wettbewerb mit den besten Clubs Deutschlands weiterzuentwickeln", erklärte Werders Geschäftsführer Klaus Filbry. Damit besitzen in der Bundesliga nur noch die Stadien von Borussia Mönchengladbach (Borussia-Park), Hertha BSC (Olympiastadion) und Aufsteiger Union Berlin (Stadion An der Alten Försterei) ihren Ursprungsnamen.

Werder-Fans protestieren

Die Bremer hatten in den vergangenen Jahren immer wieder angekündigt, über den Verkauf des beliebten Stadionnamens Weserstadion nachdenken zu müssen - ein bei den Fans umstrittener Schritt. Am Montagnachmittag demonstrierten rund 600 Werder-Anhänger in Bremen gegen die Umbenennung. Hinter einem breiten Transparent mit der Aufschrift "Für immer Weserstadion" marschierten die Fans rund drei Kilometer vom Marktplatz zur Arena im Stadtteil Peterswerder.

Dieses Thema im Programm:

Sport aktuell | 13.06.2019 | 16:25 Uhr