Stand: 19.01.2020 12:19 Uhr

Logo auf Anti-Terror-Liste: St. Pauli hakt nach

Der FC St. Pauli will bei der britischen Organisation zur Terrorismusbekämpfung nachfragen, wie das Totenkopf-Logo des Hamburger Fußball-Zweitligisten auf eine Anti-Terror-Liste gekommen ist. Das teilte der Kiezclub am Sonntag auf dpa-Anfrage mit, wollte sich aber ansonsten nicht weiter zu dem Vorgang äußern. Die Zeitung "Guardian" hatte über die Liste der Counter Terrorism Policing berichtet, auf der neben Symbolen von Neonazi-Gruppierungen auch die der Umweltschutz-Organisationen Greenpeace oder Extinction Rebellion auftauchen.

Behörde: Totenkopf-Logo nicht extremistisch

Am Sonnabend hatte die Behörde widersprochen, wonach sie bestimmte Symbole, darunter St. Paulis Totenkopf-Logo, als extremistisch einstuft. "Wir betrachten diese Gruppen nicht als extremistisch, wir betrachten sie nicht als Bedrohung für die nationale Sicherheit. Wir stellen diese Dokumente her, um Einsatzkräften und anderen Kollegen dabei zu helfen, fundierte Entscheidungen zu treffen", erklärte Sprecher Dean Haydon auf der Website der Behörde. Ziel der Liste sei es, die Unterschiede zwischen Zeichen und Symbolen deutlich zu machen. "Es ist nötig, dass unsere Anti-Terrorismus-Polizei, Einsatzkräfte und Partner verstehen, zu welchen Organisationen Leute gehören, und was ihre Ziele und Aktivitäten sind - rechtmäßig oder anderweitig."

Haydon wies zudem darauf hin, dass die Liste explizit klarstelle, dass viele der Gruppen, deren Symbole auf der Liste sind, für die Anti-Terrorismus-Arbeit nicht relevant seien und die Mitgliedschaft in diesen Gruppen in keiner Weise auf Kriminalität hindeute. "Etwas anderes zu unterstellen, ist nicht hilfreich und irreführend."

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Hamburg Journal | 19.01.2020 | 19:30 Uhr

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