Stand: 23.12.2018 15:21 Uhr

Kiel kann HSV - "Störche" stoppen Hamburgs Serie

von Matthias Heidrich, NDR.de

Der Hamburger SV war in den vergangenen Wochen auf dem Weg zurück in die Bundesliga nicht zu stoppen. Doch mit einer Mannschaft kommt der Tabellenführer der Zweiten Liga nicht zurecht: Holstein Kiel. Nachdem die Schleswig-Holsteiner zum Saisonauftakt im Volksparkstadion einen fulminanten 3:0-Sieg gefeiert hatten, fertigten die "Störche" den HSV auch im Rückspiel am Sonntag im Holstein-Stadion ab. 3:1 (2:0) hieß es am Ende für Kiel. Und das verdient. "Ich bin sehr, sehr stolz auf meine Mannschaft", meinte Coach Tim Walter. "Sie hat sich ein großes Lob und die freien Weihnachtstage redlich verdient."

Einzelkritik: Kinsombi überragend, Holtby ohne Sprit

Wolf: "Wir haben verdient verloren"

Es war die erste Pleite für die Hamburger nach zuvor elf Spielen ohne Niederlage in Folge und auch die erste unter Trainer Hannes Wolf. Damit verpassten die Hanseaten die Chance, den Vorsprung auf Köln oder Union Berlin auszubauen. "Kiel war in der ersten Halbzeit klar überlegen. Nach der Pause hatten wir ein gutes Gefühl. Mit dem 1:3 wird es aber sehr schwer. Wir haben verdient verloren", sagte Wolf. Holstein Kiel überwintert nun als Tabellenfünfter, mit Blickrichtung Aufstiegsränge.

"Ich werde es meiner Familie nicht zumuten, dass ich den ganzen Tag schlechte Laune habe wegen Fußball. Weihnachten ist für die Familie. Die Kinder werden es mir leicht machen, das Spiel zu vergessen." HSV-Trainer Hannes Wolf

Früher Doppelschlag durch Serra und Kinsombi

18.Spieltag, 23.12.2018 13:30 Uhr

Holstein Kiel

3

Hamburger SV

1

Tore:

  • 1:0 Serra (7.)
  • 2:0 Kinsombi (18.)
  • 2:1 Jatta (48.)
  • 3:1 Kinsombi (53.)

Holstein Kiel: Kronholm - Dehm, Schmidt, Wahl, van den Bergh - Karazor - Mühling, Kinsombi (79. Thesker) - J. Lee (68. Honsak) - K. Schindler (90.+2 Sander), Serra
Hamburger SV: Pollersbeck - G. Sakai, Bates, van Drongelen, Douglas Santos - Mangala - Narey (77. Lasogga), Hunt, L. Holtby (68. Vagnoman), Jatta - Hwang (68. Wintzheimer)
Zuschauer: 10073 (ausverkauft)

Weitere Daten zum Spiel

Die Kieler legten los, als wollten sie die Partie in den ersten Minuten entscheiden. Und das taten die Schleswig-Holsteiner auch mehr oder weniger. Der völlig indisponiert in die Begegnung startende HSV kam gegen die wie aufgezogen agierenden Kieler nicht hinterher und lag nach knapp 20 Minuten mit 0:2 hinten. Janni Serra (7.) und David Kinsombi (18.) brachten die "Störche" komfortabel in Front. Das Abwehrverhalten des Tabellenführers bei beiden Gegentoren war schlicht schlecht. Ohne jegliche Körperspannung ließen sich die Hamburger den Schneid abkaufen und wurden phasenweise vorgeführt.

Erst nach einer guten halben Stunde legte der HSV den Schalter um und nistete sich in der Hälfte der Kieler ein. Zählbares kam dabei allerdings nicht heraus. Auf der anderen Seite hätten die Hausherren den Sack schon komplett zumachen können. Doch Serra verpasste bei einem Konter den Zeitpunkt für das Abspiel auf den völlig freistehenden Kingsley Schindler (40.).

Jatta lässt den HSV nur kurz hoffen

So übel die erste Hälfte für den HSV begonnen hatte, so gut kamen die "Rothosen" in die zweite. Douglas Santos spielte einen perfekten Pass in die Tiefe auf den gestarteten Bakery Jatta. Der Gambier nutzte seine Schnelligkeit aus und traf flach zum 1:2 (48.). Es dauerte allerdings nicht lange, bis die Gäste durch eine Unkonzentriertheit wieder ins Hintertreffen gerieten. Santos, der zuvor noch als Vorbereiter geglänzt hatte, agierte im eigenen Strafraum zu leichtfertig. Dominik Schmidt bediente Kinsombi - 3:1 für Kiel (53.). Dem neuerlichen Zwei-Tore-Rückstand liefen die Hamburger in der Folge vergeblich hinterher. Khaled Narey (61.) und Aaron Hunt (63., 83.) hatten zwar noch Möglichkeiten, doch alles, was der HSV anstellte, war nicht zwingend genug.

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Dieses Thema im Programm:

Sportclub | 23.12.2018 | 22:50 Uhr

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