Stand: 03.09.2019 17:09 Uhr

Jatta: Clubs ziehen Einsprüche gegen HSV-Siege zurück

Kann wieder in Ruhe Fußball spielen: HSV-Profi Bakery Jatta.

Das sind gute Nachrichten für Fußball-Zweitligist Hamburger SV. In dem "Fall Bakery Jatta" haben die drei Konkurrenten die Einsprüche gegen die Wertungen ihrer Liga-Spiele gegen den HSV zurückgezogen. Dies teilten der 1. FC Nürnberg, der VfL Bochum und der Karlsruher SC am Dienstag zeitgleich mit. Zuvor hatte das Bezirksamt Hamburg-Mitte seine Ermittlungen gegen Jatta eingestellt und ausländerrechtliche Maßnahmen wegen der Zweifel an der Identität des Profis aus Gambia abgelehnt.

Clubs sehen "keine Veranlassung mehr"

"Mit der Entscheidung der zuständigen Behörde hat sich die sportjuristische Frage für den Club geklärt und wir sehen keine Veranlassung mehr, den Einspruch beim Deutschen Fußball-Bund gegen die Spielwertung aufrechtzuerhalten", teilte der 1. FC Nürnberg mit. Mit ähnlichen Worten äußerten sich auch die beiden anderen Vereine. Nach ihren Niederlagen gegen den HSV hatten Nürnberg (0:4), Bochum (0:1) und Karlsruhe (2:4) Protest beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) eingelegt.

DFB-Sportgericht schließt Fall ab

Auch das DFB-Sportgericht schloss den Fall ab. "Damit bleiben die Spielwertungen bestehen, sind die Einspruchsverfahren vor dem DFB-Sportgericht mit Zustimmung des DFB-Kontrollausschusses abgeschlossen", hieß es in der Mitteilung des Verbandes.

Erleichterung beim HSV

Bei den Hamburgern war die Erleichterung groß. "Das ist ein guter Tag für Bakery Jatta, den HSV und seine Fans. Wir sind froh, dass sich alle Clubs nach der schnellen Arbeit der Hamburger Behörden wieder auf Fußball statt auf Paragraphen konzentrieren können", schrieb der Vorstand in einer Stellungnahme. "Wir wünschen uns insbesondere für Bakery Jatta, dass wir jetzt endlich wieder zur Normalität zurückkehren können."

Nordclubs solidarisch

Im Gegensatz zu Nürnberg, Bochum und Karlsruhe hatte Hannover 96 keinen Protest gegen das 0:3 am Sonntag in Hamburg eingelegt. Auch Damstadt 98 (1:1) sowie der unterlegene Pokalgegner Chemnitz waren nicht gegen die Spielwertung vorgegangen. Stadtrivale FC St. Pauli hatte mit Blick auf das Derby am 16. September schon angekündigt, ebenfalls auf einen Widerspruch zu verzichten. Der HSV bedankte sich bei den Clubs, "die durch ihren vollzogenen oder angekündigten Verzicht auf Einspruch ihr Verständnis für Fairplay und Sportlichkeit ausgedrückt haben."

Weitere Informationen

Jatta: Bezirksamt stellt Ermittlungen ein

Ist das der Durchbruch im "Fall Jatta"? Das Bezirksamt Hamburg-Mitte hat die Ermittlungen gegen den Gambier eingestellt. Es gebe keine Anhaltspunkte für einen Zweifel an seiner Identität. mehr

Dieses Thema im Programm:

Sport aktuell | 03.09.2019 | 16:25 Uhr