Stand: 17.09.2020 16:07 Uhr

Seeler: "Zum Bundesliga-Start auf die Füße kommen"

Uwe Seeler hat den Saisonstart nach wie vor genau im Blick. "Ich muss sehen, dass ich wieder auf die Füße komme - die Bundesliga beginnt ja bald", sagte die HSV-Ikone, die sich gerade von einem schweren Sturz samt Operation erholt, mit einem Lachen im Interview mit dem Hamburg Journal des NDR. An diesem Wochenende nehmen die deutschen Fußball-Profiligen wieder ihren Spielbetrieb auf. Alle, die sich Sorgen um ihn machen ("Ich habe sehr viel Post gekriegt"), konnte der 83-Jährige beruhigen: "Ich bin auf dem aufsteigenden Ast und fange schon langsam mit Gehübungen an Stöckern an." Wenn es mit seiner Genesung so weitergehe, "kann ich die Stöcker hoffentlich bald wegwerfen".

Eingriff an der Hüfte war nicht risikolos

Seeler hatte sich im Mai in seinem Haus in Norderstedt bei einem Sturz unter anderem die Hüfte gebrochen. Deshalb war er noch am selben Tag im Albertinen-Krankenhaus in Hamburg-Schnelsen eine Stunde lang operiert worden. Der Eingriff beim Ehrenspielführer der deutschen Nationalmannschaft war aufgrund seines fortgeschrittenen Alters nicht risikolos. In den vergangenen Jahren hatte er immer wieder mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen: Rückenbeschwerden und ein taubes rechtes Ohr beeinträchtigen ihn, seit 2017 trägt Seeler zudem einen Herz-Schrittmacher.

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Uwe Seeler gut gelaunt trotz Hüft-OP auf der heimischen Terrasse. © Gettschat Foto: Norbert Gettschat

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Physiotherapeut achtet genau auf seinen Patienten

"Uns Uwe" schuftet nach der Entlassung aus dem Krankenhaus längst zu Hause. "Der Physiotherapeut übt mit mir und nimmt mich ziemlich hart ran. Er passt auf, dass ich kein dummes Zeug mache", erklärte Seeler. "Bislang ist es ganz gut gelaufen." Ab und an habe er schon wieder versucht, selbstständig zu gehen, doch noch fehle die Sicherheit: "Ich darf nicht wieder fallen. Das wäre jetzt das Schlimmste, was passieren könnte."

Seeler: "Werde immer mit dem HSV leben"

Sein Herzensclub trägt gerade einmal mehr nicht zu Seelers Genesung bei. Weil es ihm ohnehin nicht so gut gegangen sei, habe er das DFB-Pokalspiel der "Rothosen" in Dresden (1:4) bereits nach dem ersten Tor abgeschaltet. "Da ist mein Vertrauen gesunken. Ich dachte, dass man sich als Spieler im ersten Spiel besonders anstrengt. Aber so ist es nicht gewesen", sagte der Rekonvaleszent. "Ich hoffe, dass sich die Mannschaft für den Saisonbeginn mehr vorgenommen hat." Ihm bleibe nichts als Daumendrücken. Denn es ist klar: "Ich habe mit dem HSV gelebt und werde immer mit ihm leben."

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Uwe Seeler © picture alliance/Axel Heimken/dpa

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Dieses Thema im Programm:

Hamburg Journal | 17.09.2020 | 19:30 Uhr

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