Stand: 11.08.2018 15:55 Uhr

Hansa kassiert bittere Niederlage

von Johannes Freytag, NDR.de
Frust bei den Profis von Hansa Rostock nach der Niederlage in Unterhaching.

Hansa Rostock hat die erste "englische Woche" der neuen Drittliga-Saison mit einer Niederlage abgeschlossen. Nach den Siegen gegen Braunschweig und Wehen Wiesbaden verlor das Team von Trainer Pavel Dotchev am Sonnabend bei der SpVgg Unterhaching mit 1:2 (0:1). Im ersten Durchgang zeigten die Norddeutschen viele Schwächen in der Defensive, im zweiten Durchgang schockte Unterhachings Luca Marseiler die stärkeren Rostocker mit einem Traumtor. Del-Angelo Williams' Anschlusstreffer und die Schlussoffensive kamen zu spät. Dotchev sprach nach der Partie dennoch von einer "unverdienten Niederlage", er könne seiner Mannschaft "keinen Vorwurf" machen.

Hain springt höher als Scherff - 0:1

4.Spieltag, 11.08.2018 14:00 Uhr

Unterhaching

2

Hansa Rostock

1

Tore:

  • 1:0 Hain (30.)
  • 2:0 Marseiler (72.)
  • 2:1 Williams (87.)

Unterhaching: Königshofer - Schwabl, Welzmüller, Endres, Winkler - Marseiler (79. Hagn), Stahl, Hufnagel (60. Kiomourtzoglou), Porath (84. Widemann) - Hain, Bigalke
Hansa Rostock: Gelios - Rankovic (78. Bülow), Riedel, Rieble, Scherff - M. Pepic, Wannenwetsch (46. Königs) - Soukou, Bischoff, Biankadi (71. Williams) - Breier
Zuschauer: 4000

Weitere Daten zum Spiel

Dotchev veränderte sein Team gegenüber dem 3:2 gegen Wehen Wiesbaden auf zwei Positionen. Amaury Bischoff begann für Kai Bülow, Mirnes Pepic für Marco Königs. Die Abwehr ließ der Coach unverändert - und doch offenbarte sie Abstimmungsprobleme: Ein Freistoß von Sascha Bigalke segelte in den Strafraum, kein Hansa-Profi fühlte sich zuständig, auch Torwart Ioannis Gelios machte nur einen halbherzigen Schritt nach vorne. Zum Glück für die Norddeutschen spitzelte Stephan Hain den Ball knapp vorbei (2.). In der 26. Minute unterlief Julian Riedel ein beinahe folgenschwerer Fehlpass, Finn Porath scheiterte jedoch an Gelios.

Dazwischen zog die Dotchev-Elf aber ein gefälliges Offensivspiel auf, vor allem Cebio Soukou sorgte immer wieder für Gefahr (4., 13., 18.). Nach einer knappen halben Stunde wurde aber die Rostocker Defensivschwäche bestraft: Lukas Scherff unterlief eine Hereingabe, in seinem Rücken nickte Hain zum 1:0 ein (29.). Danach war von Hansa nichts mehr zu sehen, mit der Führung für die Gastgeber ging es in die Pause.

Rostocks Schlussspurt kommt zu spät

Dotchev reagierte und brachte nach dem Seitenwechsel in Königs einen zweiten Stürmer. Der 28-Jährige hatte prompt den Ausgleichstreffer auf dem Fuß, scheiterte aber an Lukas Königshofer (54.). Der Unterhachinger Torwart verhinderte mit einer weiteren Großtat gegen Pascal Breier das 1:1 (64.). Mitten hinein in diese Drangphase schockte Marseiler das Rostocker Team. Der 21-Jährige ließ Scherff mit einer Körpertäuschung stehen und drosch den Ball aus 16 Metern zum 2:0 in den Winkel (72.). Kurz darauf traf Königs nur den Pfosten (78.) und hatte das Pech, dass Schiedsrichter Johann Pfeifer ein Handspiel von Orestis Kiomourtzoglou übersah. Als Williams zum 1:2 traf, keimte noch einmal Hoffnung auf (88.). Erneut Williams (90.) und Nico Rieble (90.+2) vergaben noch gute Gelegenheiten. Doch es blieb beim 1:2 - mit viel Frust im Gepäck mussten die Gäste ihre 800 Kilometer lange Busreise zurück in die Heimat ohne Punkte antreten.

Dieses Thema im Programm:

Sportclub | 11.08.2018 | 14:00 Uhr

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