Stand: 17.08.2019 15:50 Uhr

Hansa Rostock wie ein Abstiegskandidat

von Christian Görtzen, NDR.de
Hansa-Spieler Nico Rieble (l.) versucht, Eric Hottmanns Schuss zu blocken.

Für Fußball-Drittligist FC Hansa Rostock hat der Schrecken einen Namen: SG Großaspach. Die Mecklenburger kamen am Sonnabend auch im sechsten Heimspiel gegen den selbsternannten "Dorfklub" aus Baden-Württemberg nicht zum ersten Sieg. Das Team von Hansa-Coach Jens Härtel musste sich vor 11.086 Zuschauern nach einer erschreckenden Vorstellung mit 0:1 (0:0) geschlagen geben. Auch in den vergangenen beiden Spielzeiten (jeweils 1:3) hatten die Gastgeber mit leeren Händen dagestanden. Die drei Heimspiele davor hatten alle mit 0:0 geendet. Hansa rutschte mit der mageren Ausbeute von nur vier Punkten aus den ersten fünf Partien in der Tabelle auf einen Abstiegsplatz ab.

Butzen vergibt aus guter Position

5.Spieltag, 17.08.2019 14:00 Uhr

Hansa Rostock

0

Großaspach

1

Tore:

  • 0:1 Behounek (79.)

Hansa Rostock: Kolke - Riedel, Sonnenberg, Rieble - Butzen, T. Öztürk, Hildebrandt, Ahlschwede (82. Ramaj) - Breier, Vollmann (70. Opoku) - Verhoek (61. Königs)
Großaspach: Reule - Bösel, Leist, Gehring, Burger - Behounek, Dem, Jüllich - Hottmann (89. Häusl), Imbongo Boele (77. Röttger), McKinze Gaines II (46. Brünker)
Zuschauer: 11086

Weitere Daten zum Spiel

Härtel hatte im Vergleich zum DFB-Pokalspiel gegen den VfB Stuttgart (0:1) eine Veränderung an der Startformation vorgenommen: John Verhoek ersetzte im Angriff Marco Königs, der auf der Ersatzbank Platz nahm. Von dort aus sah er, dass seine Teamkollegen auf dem Rasen besser in die Partie fanden. Die erste Chance der Norddeutschen besaß Jonas Hildebrandt mit einem gut getretenen Freistoß aus 22 Metern (10.), wenig später scheiterte Verhoek an Gäste-Torhüter Maximilian Reule. So aber ging es für die Mecklenburger nicht weiter. Großaspach wurde mutiger und kam in der 22. Minute zu einer exzellenten Gelegenheit. Nachdem Eric Hottmann mit einer Körpertäuschung Hildebrandt düpiert hatte, zog er aus rechter Strafraumposition sofort ab. Der Schuss strich am linken Pfosten vorbei.

Die danach herrschende Tristesse endete unvermittelt: Nach Flügelwechsel von Verhoek ließ Pascal Breier den Ball zur Mitte hin abtropfen - in den Lauf von Nils Butzen, der aber kläglich an Reule scheiterte (36.). Mehr Höhepunkte gab es nicht. Mit dem 0:0 ging es in die Pause.

Behounek schockt Hansa

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Großaspach kam mit viel Elan aus der Kabine. Kai Brünker, der für den diesmal nicht ganz so emsigen Orrin McKinze Gaines II gekommen war, scheiterte an Hansa-Keeper Markus Kolke (47.). Großaspach blieb danach zwar bestimmend, doch die Gastgeber kamen durch Breier zu einer guten Möglichkeit. Er scheiterte an Reule (59.). Wähnten sich die Ostseestädter hier noch der Führung nahe, durften sie sich bald darauf glücklich darüber schätzen, dass es weiterhin 0:0 hieß. Brünker schoss den Ball aus der Drehung aus sechs Metern über das Tor (72.). Es kam schließlich, wie es kommen musste. Gegen lethargische Rostocker kamen die Gäste - mit etwas Fortune - zur Führung. Der Schuss des Ex-HSV-Spielers Jonas Behounek wurde unhaltbar für Kolke zum 1:0 (79.) abgefälscht. Rostocks Reaktion: mau. Viele Hansa-Fans waren entsetzt vom Auftritt ihrer Lieblinge, die wie ein designierter Absteiger spielten: "Das hat mit Fuß-, das hat mit -ball, das hat mit Fußball nichts zu tun", schallte es noch vor Abpfiff durch das Ostseestadion.

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Dieses Thema im Programm:

Nordmagazin | 17.08.2019 | 19:30 Uhr

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