Stand: 24.01.2020 09:15 Uhr

Hansa Rostock mit Granatowski gegen Halle?

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Nico Granatowski hat mit Hansa Rostock viel vor.

Jens Härtel hatte am Wochenende noch eine zufriedene Bilanz der Wintervorbereitung gezogen. Der Coach des Fußball-Drittligisten Hansa Rostock ließ sich dabei nicht davon beirren, dass die Norddeutschen bis dahin ohne Verstärkungen dastanden. Wenige Tage vor dem Restrunden-Auftakt heute (19 Uhr, im Livecenter bei NDR.de) gegen den Halleschen FC hat sich jedoch etwas getan im Kader der Mecklenburger. Am Dienstag wurde die Ausleihe von Osnabrücks Mittelfeldmann Nico Granatowski vermeldet, einen Tag später folgte die Personalie Daniel Hanslik. Der Stürmer kommt auf Leihbasis von Holstein Kiel.

Härtel: Granatowski schon "eine Option"

Hanslik sei ein "abschlussstarker und flexibel einsetzbarer Spieler. Er kann im Offensivbereich auf allen Positionen spielen", sagte Sportvorstand Martin Pieckenhagen. Der 23-Jährige war im Sommer 2019 vom Regionalligisten Wolfsburg II nach Kiel gekommen, konnte sich dort aber nicht durchsetzen (ein Zweitliga-Einsatz).

Ähnlich lief es bei Granatowski: Der 28-Jährige wurde mit seinem Wechsel vom SV Meppen zum Zweitligisten VfL Osnabrück ebenfalls nicht glücklich, lediglich viermal stand er in der Hinrunde auf dem Platz. Bei Hansa hofft der Flügelspieler nun auf mehr Einsatzzeiten: "Ich möchte jedes Spiel von Anfang an bestreiten", sagte Granatowski den "Norddeutschen Neuesten Nachrichten" und ergänzte: "Der Verein hat mich sicher nicht geholt, damit ich nur auf der Bank sitze." Tatsächlich bezeichnete Härtel den 28-Jährigen am Freitag als "eine Option". Granatowski habe mit Osnabrück die komplette Vorbereitung mitgemacht: "Er war immer im Training, sollte physisch keine Probleme haben und eigentlich direkt da sein."

Gute Erinnerungen ans Ostsee-Stadion

Auch in puncto Saisonziel gab sich Granatowski forsch: "Ich bin nicht hergekommen, um mit der Mannschaft im Mittelfeld rumzueiern. Ich hätte nichts dagegen, mit Hansa aufzusteigen."

Mit seiner Spielweise könne er dazu beitragen: In der Dritten Liga sei nun mal "nicht nur schöner Fußball" gefragt, so der 28-Jährige: "Ich bin ein ekliger, aggressiver Spielertyp und denke, dass das hier ganz gut her passt."

Dass er eklig sein kann, stellte er bereits im August 2017 unter Beweis, als er mit Meppen im Ostseestadion gastierte. Erst hielt und zerrte er so lange an Gegenspieler Amaury Bischoff, bis der sich mit einem Ellenbogen-Schlag befreite und folgerichtig mit Rot vom Platz flog. Dann schoss Granatowski die Meppener kurz vor Spielende sehenswert aus der Distanz zum Sieg. Es war der erste von bislang sechs Drittligatreffern des Mittelfeldspielers. Jetzt sollen weitere im Rostocker Trikot folgen.

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Dieses Thema im Programm:

Nordmagazin | 25.01.2020 | 19:30 Uhr