Stand: 12.08.2019 21:46 Uhr

Hannover 96: Raus ohne viel Applaus

von Christian Görtzen, NDR.de
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Frust Bei Hannovers Marvin Bakalorz (l.) und Waldemar Anton.

Hannover 96 hat den Start in die Pflichtspielserie verpatzt. Nach der mageren Ausbeute von lediglich einem Punkt aus den ersten beiden Zweitliga-Spielen ist der Absteiger aus der Fußball-Bundesliga am Montagabend auch noch aus dem DFB-Pokal ausgeschieden. Im Erstrundenspiel beim Ligakonkurrenten Karlsruher SC mussten sich die "Roten" vor 11.779 Zuschauern mit 0:2 (0:0) geschlagen geben. Vor Jahresfrist war den Niedersachsen an gleicher Stätte noch ein 6:0 gelungen. Das Team von 96-Trainer Mirko Slomka bot eine enttäuschende Vorstellung. Die Niedersachsen, die vor dem Beginn der Saison den Wiederaufstieg in die Bundesliga als Ziel ausgegeben haben, haben noch reichlich Luft nach oben.

"Wir haben es nicht geschafft, auf eine richtig robuste Spielweise, auf permanente Zweikampfduelle umzustellen ", sagte Slomka dem NDR. "Ich weiß schon, dass ich eine Mannschaft habe, die mit einigen jungen Spielern gespickt ist, und dass sie einige Zeit braucht. Aber ich habe auch gedacht, dass wir einen Tick weiter sind. Wir müssen jetzt die richtigen Schlüsse daraus ziehen."

Ducksch vergibt Top-Chance

1.Spieltag, 12.08.2019 18:30 Uhr

Karlsruher SC

2

Hannover 96

0

Tore:

  • 1:0 Grozurek (53.)
  • 2:0 Wanitzek (61., Foulelfmeter)

Karlsruher SC: Uphoff - Thiede, Pisot, Gordon, Roßbach - Grozurek, Fröde, Wanitzek, Lorenz - P. Hofmann (90. Kobald), Pourié (88. Djuricin)
Hannover 96: Zieler - M. Franke, Anton, Felipe (60. Teuchert) - S. Jung (20. J. Korb), Bakalorz, Prib, Maina, Muslija (82. Haraguchi) - Weydandt, Ducksch
Zuschauer: 11779

Weitere Daten zum Spiel

Slomka hatte wieder jenen elf Spielern das Vertrauen geschenkt, die auch schon am vergangenen Wochenende gegen Jahn Regensburg (1:1) von Beginn an dabei gewesen waren. Zwar begannen die Niedersachsen recht schwungvoll, die erste richtig gute Chance der Partie hatten aber die Gastgeber. Nach Flanke von Damian Roßbach auf den von Eintracht Braunschweig gekommenen Philipp Hofmann agierte 96-Abwehrspieler Felipe etwas ungelenk. 96-Keeper Ron-Robert Zieler war aber zur Stelle und verkürzte für Hofmann den Winkel, sodass dieser am Tor vorbei schoss (5.). Bald darauf hatten die Gäste ein weiteres Mal Glück, als Marc Lorenz aus 16 Metern abzog. Zieler lenkte den Ball noch mit den Fingerkuppen an den Pfosten (10.).

Bei einem Schuss von KSC-Kapitän David Pisot riss der Ex-Nationaltorhüter schnell die Arme hoch (19.). Die nächste Gelegenheit des ehemaligen Osnabrückers war noch besser: Nach einer Ecke kam Pisot frei zum Schuss, dieser ging aber am linken Pfosten vorbei (31.). Das Slomka-Team hatte lediglich eine echte Torchance - die aber war exzellent: Nach Vorarbeit von Linton Maina bot sich Marvin Ducksch die Gelegenheit zur Führung, er schoss aber den auf der Torlinie postierten Pisot an (45. +1). Mit dem 0:0 ging es in die Pause.

Drei Gegentore, zwei zählen

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Wie schon in der ersten Halbzeit begann Hannover ordentlich, aber erneut kamen die Gastgeber zuerst zu einer guten Chance - und dieses Mal nutzen sie diese. Nach Ballverlust von Edgar Prib spielte schließlich Lorenz den Ball in den großen freien Raum zwischen dem zögerlichen Felipe und dem zurückgeeilten Maina - in den Lauf von Lukas Grozurek, der Zieler zum 1:0 (53.) überwand. Vier Minuten später jubelten die KSC-Fans ein weiteres Mal. Zu früh. Referee Benjamin Cortus entschied darauf, dass beim fulminanten Treffer von Lukas Fröde KSC-Stürmer Marvin Pourié die Sicht von Zieler beeinträchtigt habe. Dem war aber nicht so. Hannover durfte wieder hoffen, aber nur vier Minuten lang. In der 61. Minute verwandelte Marvin Wanitzek einen von Prib an Pourié verschuldeten Foulelfmeter zum 2:0. Die Gäste fanden nicht mehr die Mittel, um den Sieg der Badener in Gefahr zu bringen. Hannover kann sich nun auf die hohen Ziele in der Zweiten Liga konzentrieren.

Dieses Thema im Programm:

NDR 2 Sport | 12.08.2019 | 22:40 Uhr

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