Fan-Beleidigung gegen Boyd - Hansa kündigt Konsequenzen an

Stand: 24.10.2022 09:34 Uhr

Nach den verbalen Anfeindungen gegen Terrence Boyd vom 1. FC Kaiserslautern hat der FC Hansa Rostock Konsequenzen angekündigt. Hansa-Vorstandschef Robert Marien bat im Namen des Vereins um Entschuldigung und will sich mit mehreren Fan-Vertretern treffen.

Bei dem Treffen heute soll die schwere rassistische Beleidigung aufgearbeitet werden, hieß es vom Club. Der FCK-Stürmer Boyd war beim Aufeinandertreffen beider Clubs am Freitag (2:0 für Kaiserslautern) aus den Reihen der Hansa-Anhänger mit den Worten "Scheiß-Kanacke" beschimpft worden, wie Fernsehbilder belegen. Weil die Beleidigung über ein Megafon geäußert wurde, kommen als Urheber in erster Linie sogenannte Capos auf der Südtribüne in Betracht. Das sind Anhänger, die per Megafon die Fangesänge und Choreografien starten und steuern. Möglicherweise ist auch ein anderer Hansa-Fan verantwortlich, der in unmittelbarer Nähe eines Megafons stand.

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Marien ruft bei Boyd an und bittet um Entschuldigung

Hansa-Vorstandschef Marien hatte sich nach Bekanntwerden des Vorfalls an Boyd gewandt und im Namen des Vereins um Entschuldigung gebeten. "Vielen Dank dafür und ich habe ihm gesagt, bei der Fangewalt kann es immer mal sein, dass vereinzelt Menschen/Aktionen dabei sind, die nicht für die Werte des Clubs stehen", schrieb Boyd am späten Sonnabend bei Twitter nach dem Anruf von Marien.

Boyd: "Für mich ist die Sache damit gegessen"

Boyd hatte in der Partie in Rostock beide Tore für Lautern erzielt, nach seinem zweiten Treffer wurde der 31-Jährige von einer Person aus dem Hansa-Block laut rassistisch beleidigt, was auch in der TV-Übertragung zu hören ist. "Es ist immer einfacher zu zerstören als aufzubauen. Sowas ist schwer zu verhindern bei Tausenden Besuchern und kann überall passieren. Für mich ist die Sache damit gegessen und wünsche Hansa Rostock weiterhin alles Gute", schrieb Boyd.

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Nordmagazin | 23.10.2022 | 19:30 Uhr

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