St. Paulis Daniel-Kofi Kyereh in Aktion gegen Nürnberg. © WITTERS Foto: LennartPreiss

FC St. Paulis letzte Chance gegen Nürnberg - Burgstaller verletzt?

Stand: 29.04.2022 09:46 Uhr

Der FC St. Pauli ist in der Zweiten Liga aus dem Tritt geraten. Will er seine Chance auf den Aufstieg oder zumindest Rang drei wahren, muss er heute Abend sein Heimspiel gegen den 1. FC Nürnberg gewinnen. Allerdings fehlt vielleicht Torjäger Guido Burgstaller.

Die große Euphorie ist am Millerntor nach den jüngsten Rückschlägen nicht mehr zu spüren. Der Trend spricht gegen den FC St. Pauli, der seit vier Partien nicht mehr gewonnen hat und in der Tabelle auf Rang vier abgerutscht ist. Ein Rückschlag wäre ebenfalls eine Verletzung Burgstallers. Der Österreicher soll sich laut "Bild" einen Muskelfaserriss zugezogen haben. Auch seine Einsätzen in den letzten beiden Partien beim FC Schalke 04 und gegen Fortuna Düsseldorf sollen gefährdet sein. Oder doch nicht?

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Der FC St. Pauli twitterte jedenfalls am Freitagmorgen Glückwünsche zu Burgstallers 33. Geburtstag, wünschte alles Gute "und am besten heute Abend Deinen nächsten Treffer". Hört sich nicht nach einem sicher feststehenden Ausfall des Stürmers an.

Der 1.FC Nürnberg hätte sicher nichts dagegen, wenn Burgstaller ausfiele. Die Franken rangieren zwei Plätze hinter den Hamburgern. Sie haben eine fast identische Ausgangsposition: Nur ein Sieg hilft im Aufstiegskampf weiter. FCN-Coach Robert Klauß bezifferte die Aufstiegschance auf drei Prozent. "Wir haben Bock darauf, dass sie auch nächste Woche noch da ist. Dafür ist ein Sieg bei St. Pauli notwendig."

Schultz: "Können alles selbst beeinflussen"

Sein Gegenüber Timo Schultz gab sich mit Blick auf die Partie gegen die Franken heute (18.30 Uhr, im NDR Livecenter) ebenfalls positiv: "Wir können alles selbst beeinflussen und haben jetzt ein super Spiel gegen Nürnberg vor der Brust. Danach auf Schalke und gegen Düsseldorf - das werden drei Kracher-Spiele", sagte der Coach, der mit Blick auf das Aufstiegsrennen betonte: "Das ist erst am 34. Spieltag durch. Da ist noch soviel möglich."

Viel Anlass zu Optimismus gibt die Entwicklung der vergangenen Wochen indes nicht. Nicht nur die sportlichen Misserfolge drücken auf die Stimmung. Zuletzt gab es auch interne Störgeräusche: Unter anderem wollten direkt nach dem enttäuschenden 1:1 in Sandhausen einige Spieler mit Sportchef Andreas Bornemann über eine Aufstiegsprämie verhandeln.

"Wie schlau es ist, einen Tag nach einem Last-Minute-Nackenschlag beim Sportchef nach einer Aufstiegsprämie zu fragen… Timing kann man nicht lernen“, sagte Bornemann am Montag bei "Sport 1".

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Irvine und Hartel sind gesperrt

Die sportliche Wende muss Schultz zudem mit reduziertem Personal schaffen, auch wenn Burgstaller nicht ausfiele. Erstmals in dieser Saison ist St. Pauli von Gelbsperren betroffen: Gegen den "Club" fehlen Jackson Irvine und Marcel Hartel.

Irvine lief gegen Darmstadt im zentralen, defensiven Mittelfeld auf. Dort würde Schultz ihn am liebsten durch Stamm-"Sechser" Eric Smith ersetzen. Der Schwede ist jedoch (einmal mehr) verletzt und "keine Option für Freitag", wie Schultz betonte.

Mehrere Alternativen auf der Außenbahn

Deshalb steht in Afeez Aremu nur noch eine Alternative zur Verfügung. Der 22-Jährige dürfte einen Startelf-Einsatz sicher haben, zumal Schultz ihn am Mittwoch als "prädestinierten Spieler" für diese Position bezeichnete.

Anders sieht es beim Ersatz für Hartel aus. Auf der Außenposition gibt es für Schultz verschiedene Möglichkeiten. "Etienne Amenyido hat es dort schon gut gemacht, Christopher Buchtmann und Rico Benatelli kennen die Position auch", sagte St. Paulis Coach.

Mögliche Aufstellungen:

FC St. Pauli: Vasilj - Zander, Ziereis, Medic, Paqarada - Aremu, Becker, Buchtmann, Kyereh - Makienok, Amenyido
1. FC Nürnberg: Mathenia - Fischer, Schindler, Sörensen, Handwerker - Krauß, Tempelmann, Duman, Möller-Daehli, Schleimer - Dovedan

Dieses Thema im Programm:

Hamburg Journal | 27.04.2022 | 19:30 Uhr

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