Die St.-Pauli-Profis feiern ein Tor gegen Nürnberg. © Witters

FC St. Pauli schlägt den 1. FC Nürnberg mit 3:2

Stand: 16.07.2022 15:00 Uhr

Fußball-Zweitligist FC St. Pauli ist mit einem Heimsieg in die neue Saison gestartet. Die Kiezkicker setzten sich am Sonnabend im ausverkauften Millerntorstadion mit 3:2 (3:0) gegen den 1. FC Nürnberg durch.

Im elften Spiel in Folge blieben die Hamburger damit gegen die Franken ohne Niederlage (sechs Siege, fünf Remis). Der Erfolg kam kurios zustande, denn der "Club", der zu den Aufstiegskandidaten zählt, war im ersten Durchgang besser und hatte mehr Torchancen. Die Treffer machten aber die Gastgeber. In der zweiten Hälfte war es phasenweise ein offener Schlagabtausch - mit dem besseren Ende für die Braun-Weißen.

"Wir haben ein paar gute Lösungen gehabt, aber auch ein paar Probleme gehabt - am Ende sind wir aber der verdiente Gewinner", zog St. Paulis Trainer Timo Schultz ein positives Fazit. Ein Saisonziel wollte sich der 44-Jährige nicht entlocken lassen: "Drei Punkte haben wir schon mal." Klar ist aber, das die Hamburger mit viel Selbstbewusstsein in einer Woche zu Hannover 96 reisen können, das am Freitagabend 1:2 in Kaiserslautern verlor.

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Torjubel bei den St.-Pauli-Profis (v.l.) Igor Matanovic, Jakov Medic und Lukas Daschner. © WITTERS Foto: Leonie Horky

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Irvine trifft per Kopf zum 1:0

Nach schwungvoll-ansehnlichem Beginn sah sich St. Pauli mehr und mehr dem Nürnberger Druck ausgesetzt. Christoph Daferner konnte ein Missverständnis zwischen Jakov Medic und Smarsch nicht ausnutzen (6.). Erneut Daferner (14.) und später Asger Sörensen (20.) hatten weitere gute Gelegenheiten für die Franken.

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Eine Fußballtabelle vor eine Fußballmotiv © Colourbox Foto: Pressmaster

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Doch aus dem Nichts schlugen die Kiezkicker dann zu. Mannschaftsführer Leart Paqarada zirkelte einen Freistoß punktgenau auf Jackson Irvine, der Co-Kapitän traf per Kopf zum 1:0 (24.). Sicherheit brachte das St. Paulis Abwehr nicht - vor allem Smarsch sorgte immer wieder durch irritierende Ausflüge für Gefahr.

Paqarada und Daschner mit dem Doppelschlag

Aber die Braun-Weißen hatten an diesem Tag einfach das Glück auf ihrer Seite. Paqarada verwandelte einen zweifelhaften Foulelfmeter (Christopher Schindler an Lukas Daschner) zum 2:0 (37.). Kurz darauf mogelte sich Daschner irgendwie durch die Nürnberger Abwehr und zog ab, sein Schüsschen kullerte durch den Strafraum ins Tor (39.). Angesichts des Spielverlaufs ein nahezu unglaublicher Halbzeitstand.

Offener Schlagabtausch in Durchgang zwei

Unmittelbar nach Wiederanpfiff verkürzten die Nürnberger auf 1:3, Kwadwo Duah war Adam Dzwigala enteilt und traf (46.). Nun entwickelte sich am ausverkauften Millerntor ein offener Schlagabtausch. Paqarada (51.), Eggestein (56.) und Marcel Hartel (69.) hätten für St. Pauli treffen können - auf der anderen war Smarsch gegen Daferner zur Stelle (55.), Erik Wekesser verzog (62.).

Danach beruhigte sich das Geschehen. Mit zunehmender Spieldauer schwand bei den Nürnbergern offenbar der Glaube daran, noch einen Punkt mitnehmen zu können. St. Pauli ließ Ball und Gegner laufen und schien den Vorsprung souverän über die Zeit zu bringen. Ein Fehler von Medic brachte die Gäste in der Nachspielzeit durch Enrico Valentini aber noch auf 2:3 heran - das Zittern um den Sieg währte aber nur noch eine Minute.

1.Spieltag, 16.07.2022 13:00 Uhr

FC St. Pauli

3

1.FC Nürnberg

2

Tore:

  • 1:0 Irvine (24.)
  • 2:0 Paqarada (37., Foulelfmeter)
  • 3:0 Daschner (39.)
  • 3:1 Duah (46.)
  • 3:2 Valentini (90. +3)

FC St. Pauli: Smarsch - Saliakas (80. Zander), Dzwigala (90.+1 Fazliji), Medic, Paqarada - Smith (90.+1 Aremu) - Irvine, Hartel - Daschner - Matanovic (71. Boukhalfa), J. Eggestein (71. D. Otto)
1.FC Nürnberg: Mathenia - Gyamerah (82. Valentini), C. Schindler, Sörensen (66. F. Hübner), Handwerker - Tempelmann, Nürnberger - Duman (46. Wekesser), Möller Daehli (72. Wintzheimer) - Duah (82. Shuranov), Daferner
Zuschauer: 28582

Weitere Daten zum Spiel

Dieses Thema im Programm:

Hamburg Journal | 16.07.2022 | 19:30 Uhr

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