Stand: 20.07.2019 15:55 Uhr

3:3 - Hansa erst furios, dann desaströs

von Sebastian Ragoß, NDR.de

Hansa Rostock hat am ersten Spieltag der Dritten Liga eine klare Führung gegen Viktoria Köln verspielt und musste sich letztlich mit einem 3:3 (3:1) begnügen. Nach einer furiosen Anfangsphase führte die Mannschaft von Trainer Jens Härtel bereits nach 19 Minuten mit 3:0. Danach startete der Aufsteiger eine Aufholjagd und kam noch zum verdienten Remis. "Ich ärgere mich maßlos", sagte der Rostocker Coach: "Das ist viel zu wenig für den Aufwand, den wir betrieben haben."

Kölns Kyere mit zwei folgenschweren Aussetzern

1.Spieltag, 20.07.2019 14:00 Uhr

Hansa Rostock

3

Viktoria Köln

3

Tore:

  • 1:0 Kyere (9., Eigentor)
  • 2:0 Breier (13.)
  • 3:0 Opoku (19.)
  • 3:1 Bunjaku (27.)
  • 3:2 Holzweiler (49.)
  • 3:3 Bunjaku (62.)

Hansa Rostock: Kolke - Ahlschwede, Straith, Riedel, Rieble - T. Öztürk, M. Pepic - Vollmann, Hildebrandt (76. Bülow), Opoku (67. Königs) - Breier (84. Ramaj)
Viktoria Köln: Mesenhöler - Gottschling, Kyere (46. Lanius), Willers, Lang - Saghiri (46. M. Fritz), Ristl - Holzweiler, Wunderlich, Handle - Bunjaku (85. Najar)
Zuschauer: 15581

Weitere Daten zum Spiel

Nach zahlreichen Abgängen wusste selbst Härtel nicht genau, wo sein Team zum Saisonbeginn stehen würde. Und die wechselhaften 90 Minuten konnten diese Frage nicht endgültig beantworten, zumal Vorstandschef Robert Marin betonte, "dass noch zwei oder drei" neue Profis verpflichtet werden sollen.

Die in der Defensive oft überforderten Kölner waren zunächst ein dankbarer Gegner, um Selbstvertrauen zu sammeln. Hansa war in den ersten 25 Minuten drückend überlegen, spielstark und konsequent im Abschluss. Tatkräftige Unterstützung erhielten sie dabei von Kölns Neuzugang Bernard Kyere: Zunächst markierte der Verteidiger per Eigentor die Rostocker Führung (9.), dann legte er für Pascal Breier auf, der überlegt einschob (13.). Treffer Nummer drei war ein echtes Traumtor: HSV-Leihgabe Aaron Opoku traf mit der Hacke (19.).

Hansa verliert vollkommen den Faden

Es deutete sich ein Kantersieg an, derart überlegen war Hansa. Doch es schlichen sich Nachlässigkeiten ein, und das Spiel nahm eine unerwartete Wende. Routinier Albert Bunjaku traf nach einer Ecke per Kopf zum 1:3 (27.), Kevin Holzweiler machte es mit einem sehenswerten 16-Meter-Schuss kurz nach Wiederbeginn wieder spannend (49.). Die Rostocker verloren immer mehr ihre Linie und leisteten sich einen weiteren folgenschweren Abwehrfehler: Bunjaku kam zum Abschluss und erzielte das 3:3 (62.).

Die Gäste von Ex-Hansa-Coach Pavel Dotchev drängten weiter und hatten noch einige Möglichkeiten, das 4:3 zu markieren. Hansa fiel in der Offensive hingegen nicht mehr viel ein. Letztlich konnten die Mecklenburger zufrieden sein, dass sie zumindest das Remis über die Zeit retteten.

Weitere Informationen

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Dieses Thema im Programm:

Sportclub | 20.07.2019 | 14:00 Uhr