Stand: 01.09.2019 19:00 Uhr

Braunschweig setzt beim KFC Uerdingen Ausrufezeichen

von Florian Neuhauss, NDR.de

Viertes Auswärtsspiel, vierter Sieg! Eintracht Braunschweig hat seine Tabellenführung in der Dritten Liga ausgebaut. Die Mannschaft von Trainer Christian Flüthmann setzte sich am Sonntag beim KFC Uerdingen mit 2:1 (0:0) durch - und das, obwohl sie zunächst in Rückstand und dann nach einer Roten Karte auch noch in Unterzahl geraten war. Die Niedersachsen behielten die Ruhe, stellten taktisch um und verbuchten so am Ende die verdienten drei Punkte. "Mit der ersten Halbzeit war ich nicht ganz zufrieden, weil wir uns zu sehr haben hinten reindrängen lassen", sagte Flüthmann. "Im zweiten Durchgang haben wir dann mutiger nach vorne verteidigt. Die Rote Karte war ein Schlüsselmoment. Es war ein schöner und motivierender Sieg, den wir jetzt mitnehmen."

"Löwen" machen nichts aus ihren Chancen

Die Braunschweiger begannen abwartend, merkten aber schnell, dass Uerdingen nicht sonderlich gefährlich war. Die Gäste legten deshalb immer wieder den Offensivgang ein und hatten die deutlich besseren Chancen.

7.Spieltag, 01.09.2019 14:00 Uhr

KFC Uerdingen

1

Braunschweig

2

Tore:

  • 1:0 Lukimya (53.)
  • 1:1 Otto (72.)
  • 1:2 Wiebe (82.)

KFC Uerdingen: Königshofer - Bittroff (83. Rühle), Lukimya, Steurer, Dorda - Mbom, Kirchhoff - B. Barry (75. Pflücke), R. Rodriguez, Evina - Grimaldi (31. Gündüz)
Braunschweig: Fejzic - B. Kessel, R. Becker, Nkansah, Kijewski - Wiebe, Nehrig (46. Pfitzner) - Bär, Kobylanski (76. Ziegele), Feigenspan (68. Otto) - Proschwitz
Zuschauer: 2939

Weitere Daten zum Spiel

Martin Kobylanskis Freistoß landete auf dem Tornetz (10.). Mike Feigenspan tauchte elf Minuten später frei vor KFC-Keeper Lukas Königshofer auf, scheiterte aber am Schlussmann. Und auch Nick Proschwitz brachte den Ball nicht im Tor unter, sein Distanzschuss ging vorbei (27.), dann war erneut Königshofer zur Stelle (35.). Insgesamt war das nicht zwingend genug.

BTSV-Torhüter Jasmin Fejzic musste in der ersten Hälfte genau zweimal eingreifen: Der Kopfball von Adriano Grimaldi (14.) war überhaupt kein Problem für den Bosnier. Den 20-Meter-Schuss von Boubacar Barry lenkte er mit den Fingerspitzen über den Querbalken (39.).

Kurz nach dem Wiederanpfiff jubelten trotzdem die Krefelder. Nach einem Freistoß kam Assani Lukimya frei zum Kopfball. Dieser wäre wohl vorbeigegangen, prallte aber noch an die Brust von Verteidiger Robin Becker und von dort zum 1:0 in die Maschen (53.). Und der nächste Rückschlag für die "Löwen" folgte im wahrsten Sinne des Wortes auf dem Fuße. Marc Pfitzner ging mit offener Sohle in den Zweikampf und traf Roberto Rodriguez oberhalb des Knies - Rot (60.)!

Joker Yari Otto leitet die Wende ein

In Rückstand und auch noch in Unterzahl brauchten die Niedersachsen erst mal zehn Minuten, um sich zu schütteln. Flüthmann bewies das richtige Händchen und brachte Yari Otto. Drei Minuten nach seiner Einwechslung setzte der Joker seinen ersten Schuss vom Sechzehner noch auf das Tornetz (71.). Eine Minute später machte es der 20-Jährige besser. Aus der gleichen Position jagte Otto den Ball zum überraschenden Ausgleich in den Winkel.

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Nun spielte Braunschweig auf Sieg: Flüthmann brachte einen weiteren Innenverteidiger, sodass die Außenverteidiger weiter nach vorne schieben konnten. Nach Flanke von Linksverteidiger Niko Kijewski parierte Königshofer einen Proschwitz-Kopfball (78.). Drei Minuten später nahm sich Danilo Wiebe aus 25 Metern ein Herz. Seinen Schuss fälschte ausgerechnet Lukimya noch mit dem Kopf ab, sodass der Ball im hohen Bogen über den KFC-Keeper hinweg zum 2:1 für die "Löwen" im Tor landete. Uerdingen drängte zwar in den Schlussminuten vehement auf den Ausgleich, doch die Eintracht verteidigte mit Geschick und einer Portion Glück ihren sechsten Saisonerfolg.

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Dieses Thema im Programm:

Sportclub | 01.09.2019 | 22:55 Uhr