Stand: 08.12.2019 14:52 Uhr

Braunschweig unter Antwerpen erstmals ohne Tore

von Ines Bellinger, NDR.de

Die Fußballer von Eintracht Braunschweig haben erstmals unter Trainer Marco Antwerpen Punkte abgegeben und den Sprung auf Platz zwei der Drittliga-Tabelle verpasst. Beim eigentlich heimschwachen Aufsteiger Waldhof Mannheim kamen die "Löwen" nach zuletzt zwei Siegen am Sonntag nicht über ein 0:0 hinaus - und das mit viel Glück. Zum Jahresabschluss bestreitet der Tabellendritte nun noch zwei Heimspiele: am kommenden Sonnabend das Niedersachsen-Duell gegen Meppen und am 21. Dezember gegen Magdeburg.

Freistoß-Coup von Kobylanski zählt nicht

Benjamin Kessel kehrte nach abgesessener Gelbsperre zurück - Kevin Goden musste weichen. Ansonsten blieb die Eintracht-Startelf vom 3:1 gegen Zwickau am vergangenen Montag unverändert.

18.Spieltag, 08.12.2019 13:00 Uhr

W. Mannheim

0

Braunschweig

0

Tore:
W. Mannheim: Königsmann - Marx, Mi. Schultz, Conrad, Hofrath - M. Seegert, Christiansen - Deville, Diring (23. Ferati), G. Korte (85. Gouaida) - Bouziane (72. Koffi)
Braunschweig: Fejzic - B. Kessel, R. Becker, Burmeister, Kijewski - Nehrig (70. Nkansah), Wiebe - Feigenspan (46. Goden), Kobylanski (59. Otto), Bär - Proschwitz
Zuschauer: 10452

Weitere Daten zum Spiel

Beide Teams begannen selbstbewusst und boten den Fans im Traditionsduell erfrischenden Offensivfußball. Nach zehn Minuten lag das Spielgerät auch schon im Waldhof-Tor. Doch der Treffer zählte nicht, denn Schiedsrichter Manuel Gräfe hatte den Freistoß noch nicht freigegeben - schade drum, denn Martin Kobylanski hatte den Ball aus der eigenen Hälfte über Waldhof-Torwart Timo Königsmann hinweggezirkelt. Obwohl die Mannheimer ihren bis dahin eifrigsten Offensivakteur, Dorian Diring, schon nach 20 Minuten wegen einer Knieverletzung auswechseln mussten, kamen sie dennoch zur besten Chance vor der Pause. Der Ex-Braunschweiger Gianluca Korte hatte im Strafraum Max Christiansen, früher für Hansa Rostock aktiv, freigespielt. Doch Christiansen schob den Ball aus spitzem Winkel am langen Pfosten vorbei (30.). Vor dem Waldhof-Tor bearbeitete Eintracht-Stürmer Nick Proschwitz seine Gegenspieler, ohne sich bis zur Halbzeit jedoch entscheidend in Szene zu setzen.

Eintracht im Glück

Antwerpen stoppte seine Mannschaft auf dem Weg in die Kabine und hielt Teil eins seiner Ansprache noch auf dem Rasen. Sein Halbzeitfazit dürfte nicht sonderlich euphorisch ausgefallen sein, doch zumindest hatte der BTSV kein Gegentor kassiert. Mit Wiederanpfiff kam Goden für Mike Feigenspan, der blass geblieben war. Doch die druckvollereren Aktionen hatte weiter Mannheim. Jasmin Fejzic bügelte gegen Mounir Bouziane (46.) und Arianit Ferati (47.) Fehler seiner Vorderleute aus. In der 54. Minute wäre aber auch der Eintracht-Keeper machtlos gewesen. Ferati zog mehrere Gegenspieler auf sich und passte quer auf Bouziane, der freistehend vor dem leeren Tor am Ball vorbeischlug.

Auch Koffi-Tor wird aberkannt

Die Führung für die Gastgeber lag nun in der Luft, zumal sich die Eintracht in dem Bemühen, selbst ein Tor zu erzielen, vornehm zurückhielt. Waldhof brachte den Ball tatsächlich im Braunschweiger Kasten unter, aber einmal mehr zählte der Treffer nicht, weil Kevin Koffi nach einem Freistoß von Ferati bei der Ballannahme die Hand zu Hilfe genommen hatte (75.). In der Nachspielzeit verstolperte Maurice Deville nach einem Traumpass von Ferati noch eine hundertprozentige Torchance für Mannheim (90.+1) - auch weil Fejzic ihn noch regelwidrig am Fuß getroffen hatte. Nicht nur deshalb konnten die Braunschweiger mit dem Unentschieden am Ende sehr viel besser leben als der Aufsteiger.

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Sportclub | 08.12.2019 | 22:50 Uhr

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