Stand: 25.08.2019 16:01 Uhr

5:2 - Braunschweig gegen Würzburg wie im Rausch

von Florian Neuhauss, NDR.de

Eintracht Braunschweig bleibt in der Dritten Liga ganz vorne mit dabei. Mit einem 5:2 (2:2) fegten die Niedersachsen die Würzburger Kickers am Sonnabend aus dem Eintracht-Stadion. Dabei lagen die "Löwen" nach früher Führung in der ersten Hälfte sogar zwischenzeitlich hinten. In den zweiten 45 Minuten ließ der Beinahe-Absteiger der Vorsaison angeführt vom erneut sehr starken Martin Kobylanski aber keinen Zweifel daran, wer den Platz als Sieger verlassen würde. Es war der fünfte Dreier im sechsten Spiel unter Neu-Trainer Christian Flüthmann, der sagte: "Die Reaktion nach dem 1:2 fand ich gut. Wir haben nicht den Kopf verloren. In der Halbzeit haben wir dann den Reset-Knopf gedrückt."

Die Konkurrenz ließ derweil Punkte liegen. Nach den weiteren Ergebnissen stand am Sonntag fest, dass die Eintracht wieder Tabellenführer ist.

Proschwitz eröffnet den Torreigen

Keine sieben Minuten waren gespielt, da führten die "Löwen" bereits. Ein Freistoß von Kobylanski landete genau bei Nick Proschwitz, und Braunschweigs Mittelstürmer köpfte zur 1:0-Führung ein.

6.Spieltag, 24.08.2019 14:00 Uhr

Braunschweig

5

Würzburger K.

2

Tore:

  • 1:0 Proschwitz (7.)
  • 1:1 F. Kaufmann (26.)
  • 1:2 Hemmerich (36.)
  • 2:2 Proschwitz (40.)
  • 3:2 R. Becker (48.)
  • 4:2 Bär (56.)
  • 5:2 Kobylanski (68.)

Braunschweig: Fejzic - B. Kessel, R. Becker, Nkansah, Kijewski - Wiebe, Nehrig (65. Pfitzner) - Bär, Kobylanski, Feigenspan (80. Schwenk) - Proschwitz (68. Ademi)
Würzburger K.: Verstappen - Hemmerich, Hansen, Schuppan, Herrmann - F. Kaufmann, Hägele, Sontheimer, Vrenezi (66. Widemann) - Baumann (84. Ronstadt), Pfeiffer (58. Gnaase)
Zuschauer: 17221

Weitere Daten zum Spiel

Die Hausherren drängten auf den zweiten Treffer, doch er fiel nicht. Marcel Bär scheiterte zunächst an Torhüter Eric Verstappen (16.) und fünf Minuten später am eigenen Unvermögen. Und plötzlich waren die Gäste am Drücker. Fabio Kaufmann kam vollkommen frei zum Abschluss, nachdem mehrere Braunschweiger sich auf ihren Nebenmann verlassen hatten, und traf platziert ins Eck - 1:1 (26.). Nur zehn Minuten später leistete sich Niko Kijewski einen haarsträubenden Fehlpass vor dem eigenen Strafraum. Würzburgs Luke Hemmerich fackelte nicht lange und jagte den Ball unhaltbar für Jasmin Fejzic in den Winkel (36.).

Doch Flüthmanns Team lässt sich in dieser Saison nicht so einfach aus der Bahn werfen. Noch vor der Pause fiel der erneute Ausgleich. Danilo Wiebe spielte Kijewski auf dem linken Flügel frei, und der Linksverteidiger machte seinen vorangegangenen Fehler mit einem punktgenauen Pass auf Proschwitz wett. Der Ex-Meppener vollstreckte sicher zum 2:2 (41.).

Kobylanski macht den Deckel drauf

Als hätte es die Pause nicht gegeben, berannte die Eintracht nach dem Seitenwechsel das Kickers-Tor. Und wie schon in der ersten Hälfte führte ein Kobylanski-Freistoß zum Treffer. Dieser wurde zum am zweiten Pfosten lauernden Robin Becker verlängert, der per Kopf auf 3:2 stellte (49.). Die "Löwen" spielten nun wie im Rausch. Mike Feigenspan brach über links durch und lief frei aufs Tor zu. Der Offensivmann legte vor dem Tor quer, und Bär schob zum 4:2 ein (56.). Zwölf Minuten später dasselbe Bild über rechts: Diesmal setzte sich Benjamin Kessel robust durch, sein Pass fand Kobylanski, der den fünften Treffer erzielte.

In der Schlussphase hätten die Braunschweiger das Ergebnis noch deutlicher gestalten können, ließen aber auch noch ein paar Chancen zu. Der Sieg war schlussendlich auch in der Höhe verdient.

Dieses Thema im Programm:

Sportreport | 24.08.2019 | 18:05 Uhr