Stand: 29.10.2019 09:57 Uhr

VfL Wolfsburg: "Traditionsduell" mit Leipzig

Wolfsburgs Josip Brekalo (l.) und Leipzigs Marcel Sabitzer treffen am Mittwoch wohl erneut aufeinander.

Deutscher Meister 2009, Pokalsieger und Vizemeister 2015, seit 1997 ununterbrochen in der Fußball-Bundesliga - dennoch haftet dem VfL Wolfsburg ein farbloses und provinzielles Image an, wegen Besitzer Volkswagen gelten die Niedersachsen zudem als ungeliebter Werksclub. Seit dieser Saison versuchen die "Wölfe" nun, diesem Bild entgegenzuwirken und setzen dabei auf viel Selbstironie. "Traditionsverein seit FIFA 98" oder "Keine Tradition seit 22 Jahren" heißt es zum Beispiel auf Plakaten in und um Wolfsburg. Ganz im Stile dieser neuen "Werkseinstellung" wirbt der VfL auch für die Zweitrundenpartie im DFB-Pokal heute (18.30 Uhr, im Livecenter bei NDR.de) gegen RB Leipzig. "Schon wieder RB - wird langsam zur Tradition" heißt es da.

Viertes Pokalduell gegen Leipzig

In der Tat: Die Wolfsburger sind der Rekordgegner der Sachsen. Zum elften Mal stehen sich beide Clubs gegenüber - so oft spielten die Leipziger seit ihrer Gründung 2009 gegen keinen anderen Verein. Neben sieben Bundesligaduellen gab es die Partie im Pokalwettbewerb auch schon drei Mal. Die Erinnerungen an 2011 (2:3 gegen den damaligen Viertligisten) und an den Februar diesen Jahres (0:1) würde der VfL gerne ausklammern. Besser lief es im März 2015, als die Niedersachsen auf dem Weg zum Pokalsieg beim damaligen Zweitligisten Leipzig 2:0 gewannen.

Glasner will rotieren, Guilavogui gesperrt

Ganz frisch sind noch die Eindrücke vom bislang letzten Aufeinandertreffen in der Liga. Vor eineinhalb Wochen holten die "Wölfe" in Leipzig ein 1:1 und zeigten dabei vor allem im zweiten Durchgang ein starke Defensivleistung.

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Damit allein wird es heute nicht getan sein, das weiß auch VfL-Coach Oliver Glasner: "Wir haben jetzt ein Alles-oder-Nichts-Spiel. Es geht darum, den Kampf und diese Intensität anzunehmen und eine Runde weiterzukommen. Das ist unsere Aufgabe und das werden wir auch schaffen."

Kapitän Josuha Guilavogui wird dabei nicht helfen können. Der Franzose sah im Erstrundenspiel beim Halleschen FC (5:3 n.V.) die Gelb-Rote Karte und ist daher gesperrt. Für ihn könnte Yannick Gerhardt ins Team rutschen. Ohnehin hatte Glasner angekündigt, seine Mannschaft umstellen zu wollen. "Ich muss schauen, welche Spieler frisch sind", sagte der Österreicher nach dem 0:0 gegen Augsburg. Dabei hatte Glasner zunächst unter anderem Maximilian Arnold und Joao Victor auf der Bank gelassen. Beide dürften gegen Leipzig wieder in der Anfangsformation stehen.

Dieses Thema im Programm:

NDR 2 Sport | 30.10.2019 | 23:03 Uhr