Trainer Marcel Rapp von Holstein Kiel © imago images/Stefan Bösl

Verpufft der Trainerwechsel bei Holstein Kiel?

Stand: 26.10.2021 08:12 Uhr

Holstein Kiel tritt in der zweiten Runde des DFB-Pokals heute Abend bei der TSG Hoffenheim an. Für Kiels Trainer Marcel Rapp ein ganz besonderes Duell.

Getreu dem Motto an der Wurst- und Käsetheke hätte es für die "Störche" unter ihrem neuen Coach bisher durchaus ein bisschen mehr sein dürfen. Die Partien in Ingolstadt und zu Hause gegen Darmstadt endeten jeweils mit einem 1:1. Mit zehn Punkten nach elf Spielen rangiert die KSV auf Rang 15 der Zweiten Liga. Der Vorjahresdritte blickt nicht auf eine weitere Saison im Höhenflug voraus, sondern muss sich wohl auf Abstiegskampf einrichten, der sich nach den bisherigen Eindrücken auch lange hinziehen könnte.

Da käme eine Überraschung im DFB-Pokal gerade recht. Holstein gastiert heute (18.30 Uhr/im NDR Livecenter) bei Bundesligist Hoffenheim - dort, wo Rapp noch vor wenigen Wochen arbeitete. Bei der TSG war der Coach für die U19 verantwortlich, sein Ausflug zu den Profis - als Teil der Interimslösung nach der Demission von Alfred Schreuder im Saisonendspurt 2019/2020 - war nur kurz.

Verstecken gegen den Bundesligisten? Auf keinen Fall!

"Ich denke, dass sind die Spiele, wofür man Fußball spielt: Pokalabend, Flutlicht, ein sehr ambitionierter Gegner", sagte Rechtsaußen Fabian Reese. Und er versprach: "Wir wollen uns aber auf keinen Fall verstecken, wollen mutig auftreten und an unsere Leistungsgrenzen gehen - dann kommen wir auch für alles infrage."

"Mit viel Druck" zum Erfolg

Bei seiner Vorstellung in Kiel hatte sich der 42-Jährige "gut vorbereitet" gesehen. Er wolle an die erfolgreichen Tage von Vorgänger Ole Werner, der nach dem schlechten Saisonstart freiwillig seinen Hut genommen hatte, anknüpfen. Da werde es nur "in Nuancen" Unterschiede geben. Die bisherigen Auftritte fügten sich allerdings nahtlos in diese Spielzeit ein.

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Der DFB-Pokal im Konfetti-Regen © picture alliance/Maurizio Gambarini/dpa

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Trotz der beiden Remis ist Rapp allerdings weiter optimistisch: "Wir sind da in einem Prozess. Das Spiel gegen Darmstadt war deutlich besser als das letzte Woche gegen Ingolstadt. So müssen wir weitermachen." Bleiben die Erfolge weiter aus, droht allerdings der Trainerwechsel sehr schnell zu verpuffen.

Rapps Plan ist klar, sein Team soll "mit viel Druck Fußball spielen" - offensiv, aber auch im Gegenpressing - und "eine gute Struktur gegen den Ball" haben. All das dürfte dabei helfen, einen Befreiungsschlag zu landen und in Sinsheim ins Pokal-Achtelfinale (18./19. Januar) einzuziehen.

Mögliche Aufstellungen:

Hoffenheim: Baumann - Akpoguma, Richards, Vogt, Raum - Rudy, Stiller - Skov, Kramaric, Adamyan - Bebou
Kiel: Gelios - Neumann, Wahl, Thesker, Kirkeskov - Erras - Mühling, Holtby - Bartels, Pichler, Reese

Dieses Thema im Programm:

NDR 2 Sport | 26.10.2021 | 23:03 Uhr

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