Stand: 27.08.2020 12:27 Uhr

DFB-Pokal: Hoffnung auf Heimspiel für Todesfelde

Der SV Todesfelde jubelt mit dem Pokal. © imago images / Holsteinoffice
So sehen Sieger aus: Der SV Todesfelde nach dem Erfolg über Lübeck im Landespokal.

So leidenschaftlich, wie der SV Todesfelde den Sieg im Verbandspokal gegen den VfB Lübeck erkämpft hat, will der Schleswig-Holstein-Pokalsieger jetzt seinen Anspruch auf das Heimrecht verteidigen. Nach einer Stadioninspektion am Mittwoch sieht der Oberligist jedenfalls gute Chancen, das Erstrundenspiel gegen den VfL Osnabrück im heimischen Joda-Sportpark austragen zu dürfen.

DFB entscheidet kommende Woche

"Wir müssen jetzt einige Auflagen umsetzen. In der nächsten Woche will der DFB entscheiden", sagte der Vereinsvorsitzende Holger Böhm am Donnerstag.

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Mehr als fünf Stunden hatte eine DFB-Delegation den Joda-Sportpark inspiziert. Dabei wurde ausgelotet, ob der Oberligist die Auflagen, die durch die Coronavirus-Pandemie verschärft worden sind, erfüllen kann. Normalerweise ist ein Tausch des Heimrechts im Pokal nicht gestattet. Der Deutsche Fußball-Bund hat diese Regelung für die kommende Saison jedoch außer Kraft gesetzt, da wegen der Corona-Pandemie in Deutschland aktuell nur Spiele ohne Zuschauer oder vor einer stark begrenzten Anzahl von Fans stattfinden dürfen. 

Kiel oder Hamburg als Alternativen

"Wir wollen hier unbedingt vor Zuschauern im Stadion spielen. Und es sieht gut aus, dass wir dies realisieren können", sagte Böhm. Rund 250 zahlende Zuschauer wären möglich. Lehnt der DFB ein Spiel im knapp 2.000 Plätze bietenden Sportpark ab, kämen laut Vereinschef das Kieler Holstein-Stadion oder die Arenen in Hamburg (Millerntor-Stadion, Volksparkstadion) als Alternativen infrage.

An einen Tausch des Heimrechts, wie ihn beispielsweise Hamburg-Pokalsieger Eintracht Norderstedt (in Leverkusen) und Niedersachsen-Pokalsieger TSV Havelse (in Mainz) vorgenommen haben, denkt der Überraschungsgast im DFB-Pokal nicht. Auch der Bremen-Vertreter FC Oberneuland (in Mönchengladbach) und der niedersächsische Fünftligist MTV Eintracht Celle (in Augsburg) haben ihr Heimrecht inzwischen an den Gegner aus der Bundesliga abgetreten.

Dieses Thema im Programm:

Sport aktuell | 27.08.2020 | 12:25 Uhr

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