Stand: 23.11.2019 17:25 Uhr

Wolfsburg gelingt Befreiungsschlag in Frankfurt

von Johannes Freytag, NDR.de
Wolfsburgs Wout Weghorst, Joao Victor und Admir Mehmedi (v.r.) bejubeln einen Treffer. © imago images / Schüler
Wout Weghorst (r.) erzielte seinen 23. Treffer im VfL-Trikot.

Der VfL Wolfsburg hat die Trendwende geschafft und nach zuvor wettbewerbsübergreifend sieben sieglosen Spielen in Folge wieder gewonnen. Die Niedersachsen setzten sich in der Fußball-Bundesliga am Sonnabend mit 2:0 (1:0) bei Eintracht Frankfurt durch. Wout Weghorst und Joao Victor erzielten die Treffer für die "Wölfe", die nach dem Platzverweis für Marcel Tisserand die komplette zweite Spielhälfte in Unterzahl bestritten. "Das war für uns nach der schlechten Phase ein ganz wichtiger Sieg. Die Spieler waren taktisch sehr diszipliniert und haben gut verteidigt", sagte VfL-Trainer Oliver Glasner.

Nach dem Auswärtsspiel in der Europa League am Donnerstag in Oleksandrija empfängt Wolfsburg am 1. Dezember im eigenen Stadion das kriselnde Werder Bremen (1:2 gegen Schalke).

Wout Weghorst schockt die Eintracht

Bei den "Wölfen" lief Maximilian Arnold zum 200. Mal in der Bundesliga auf - als erst dritter VfL-Profi in der Vereinsgeschichte. Koen Casteels feierte nach überstandenem Haarriss im rechten Wadenbein sein Comeback im Wolfsburger Tor.

12.Spieltag, 23.11.2019 15:30 Uhr

E. Frankfurt

0

VfL Wolfsburg

2

Tore:

  • 0:1 Weghorst (19.)
  • 0:2 Victor (65.)

E. Frankfurt: Wiedwald - Hinteregger, Hasebe, N´Dicka (61. da Costa) - Durm, Rode (46. Kamada), Kostic, Sow, Gacinovic (68. A. Silva) - Dost, Paciencia
VfL Wolfsburg: Casteels - Brooks, Bruma, Tisserand - William, Guilavogui - Roussillon, Mehmedi (46. Knoche), Arnold (87. Schlager) - Victor (77. Steffen), Weghorst
Zuschauer: 50700

Weitere Daten zum Spiel

Der Belgier durfte sich in der achten Minute erstmals auszeichnen, als er einen Flugkopfball von Goncalo Paciencia reaktionsschnell zur Ecke abwehrte. Kurz darauf durfte auch Felix Wiedwald auf Frankfurter Seite zeigen, dass er trotz zweieinhalbjähriger Pause nichts verlernt hat: Die Nummer drei der Eintracht, für den erkrankten Frederik Rönnow im Tor, parierte den Schuss von William (10.). Sein bis dato letztes Bundesligaspiel machte Wiedwald am 20. Mai 2017 noch im Trikot von Werder Bremen.

Wenig später war Wiedwald allerdings machtlos: Arnolds Schuss fälschte Weghorst unhaltbar für den Frankfurter Keeper ab - das 1:0 für die Niedersachsen (20.). Mit seinem 23. Tor im VfL-Trikot liegt der Niederländer in der Liste der Wolfsburger Top-Torjäger nur noch einen Treffer hinter Roy Präger.

Die Gastgeber antworteten mit wütenden Angriffen und schnürten die Wolfsburger in deren Spielhälfte förmlich ein. Paciencia wurde im letzten Moment abgedrängt (21.), Bas Dost verpasste eine Hereingabe von Filip Kostic nur knapp (27.), ein Distanzschuss von Kostic war für Casteels kein Problem (32.).

Marcel Tisserand sieht Gelb-Rot

Mit aggressivem Zweikampfspiel hielten die "Wölfe" dagegen, konnten sich gegen Ende des ersten Durchgangs vom Frankfurter Druck befreien und wieder etwas für die Offensive tun. Zwingende Torchancen sprangen dabei aber nicht mehr heraus, stattdessen dezimierten sich die Niedersachsen selbst: Für einen Ellenbogencheck bei einem Kopfball kassierte Tisserand seine zweite Gelbe Karte und musste folgerichtig vom Platz (45.+2).

Joao Victor nutzt Wiedwald-Patzer

VfL-Coach Glasner reagierte nach dem Seitenwechsel und brachte in Robin Knoche (für Admir Mehmedi) einen weiteren Defensivmann. Das war auch nötig, denn die Eintracht bedrängte vom Wiederanpfiff weg das VfL-Tor.

Martin Hintereggers Schuss ging noch knapp über das Gehäuse von Casteels hinweg (47.), kurz darauf lag der Ball aber tatsächlich im Netz: Dost hatte per Hacke getroffen, allerdings aus Abseitsposition. Wolfsburg blieb nur durch Konter und Standards gefährlich. Die aber hatten es in sich: Jeffrey Brumas Kopfball nach einem Freistoß kratzte Wiedwald von der Linie (53.). War der Frankfurter Keeper da noch hellwach, so leistete er sich in der 65. Minute einen bösen Patzer: Eine Rückgabe von Hinteregger stocherte Wiedwald direkt vor die Füße von Joao Victor, der zum 2:0 für die Niedersachsen einschob.

Xaver Schlager feiert Comeback

Der Treffer zeigte Wirkung. Frankfurts Angriffsbemühungen wurden immer hektischer und dabei unpräziser. Ein Freistoß von Kostic (80.) und ein Schuss von Erik Durm, den Casteels parierte (86.) waren die einzigen Eintracht-Gelegenheiten. Kurz vor dem Ende (87.) rundete die Einwechslung des lange verletzten Xaver Schlager den perfekten Wolfsburger Nachmittag am Main ab.

Weitere Informationen
Fußball und Tabelle © picture-alliance/ dpa, NDR.de/Screenshot Foto: Patrick Bernard

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Dieses Thema im Programm:

NDR 2 Bundesligashow | 23.11.2019 | 15:00 Uhr

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