Stand: 02.12.2019 12:35 Uhr

Werder Bremen und die Rashica-Rechnung

von Matthias Heidrich, NDR.de
Derzeit Bremens Bester: Milot Rashica.

"Rakete" rufen sie Milot Rashica beim Bundesligisten Werder Bremen. Das liegt auf der Hand, denn der kosovarische Nationalspieler ist schlichtweg schnell, was allein schon eine gute Voraussetzung im Profi-Fußball ist. Zudem wird der 23-Jährige immer treffsicherer. Der Bremer Befreiungsschlag nach langer Negativserie gegen den VfL Wolfsburg ging zum Großteil auf Rashicas Rechnung. Zwei Tore markierte er beim 3:2-Sieg und avancierte damit zum Matchwinner.

Trainer Kohfeldt: "Bin froh, dass ich ihn habe"

"Er ist ein Spieler, der Bundesliga-Spiele entscheiden kann. Und das findest du nicht so häufig", sagte Werder-Trainer Florian Kohfeldt. "Ich bin froh, dass ich ihn habe." Die Frage ist, wie lange noch? Zwar läuft Rashicas Vertrag in der Hansestadt noch bis 2022, doch Arbeitspapiere sind im modernen Fußball keine Fesseln. Stimmt der Preis, ist jeder verkäuflich - auch bei Werder Bremen.

Sechs Tore und drei Vorlagen in neun Spielen

Mit seinen Treffern gegen Wolfsburg hat Rashica sein Bundesliga-Torkonto in dieser Saison auf sechs Treffer geschraubt. Hinzu kommen drei Vorlagen. Liest sich auf den ersten Blick gut, aber auch nicht überragend. Allerdings hat der Offensivakteur dafür nur neun Einsätze mit fünf späten Einwechslungen gebraucht. "Meine Mitspieler helfen mir und setzen mich gut in Szene", blieb Rashica nach dem Sieg gegen die "Wölfe" bescheiden. "Wenn du triffst, steigert das natürlich das Selbstvertrauen. Ich hoffe, dass es so weitergeht."

Berater Lala kokettierte mit "interessierten Clubs"

Geht es so weiter, werden die Interessenten Schlange stehen für einen jungen, schnellen, treffsicheren Stürmer, der mittlerweile auch immer besser in der Defensivarbeit wird. Bereits im vergangenen Sommer hatte Berater Altin Lala von "mehreren interessierten Clubs" berichtet, die ein Auge auf seinen Schützling geworfen hätten.

Rashicas Marktwert steigt stetig

Rund sieben Millionen Euro hatten die Grün-Weißen an den niederländischen Club Vitesse Arnheim gezahlt, als sie Rashica Anfang 2018 verpflichteten. Mittlerweile ist er wohl mindestens das Doppelte wert auf dem Transfermarkt. In diesem Punkt dürfte Werders Rashica-Rechnung ganz einfach sein: Wer die "Rakete" aus seinem "langfristigen Vertrag ohne Klausel" (Kohfeldt) kaufen möchte, muss viel Schmerzensgeld auf den Tisch legen.

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Sportclub | 01.12.2019 | 22:50 Uhr