Stand: 10.01.2019 12:25 Uhr

Werders Baustellen: Kruse halten, defensiv verbessern

Vorbereitung auf die Rückrunde: Werder trainiert in Südafrika.

Die Ziele waren hochgesteckt, der Saisonbeginn vielversprechend, doch letztlich war die Bundesliga-Hinrunde für die Fußballer von Werder Bremen eher eine Enttäuschung: Als Tabellenzehnter überwintert die Mannschaft von Trainer Florian Kohfeldt. Die angestrebte Qualifikation für den Europacup ist für die Hanseaten schon ein ganzes Stück entfernt. Vor allem zwei Fragen beschäftigen Werder im Trainingslager in Südafrika: Wie erreicht das Team wieder eine höhere Stabilität in der Defensive? Und verlängert Stürmer Max Kruse seinen im Sommer auslaufenden Vertrag?

Kruse-Vertrag läuft am Saisonende aus

Kohfeldt ist optimistisch, dass er seinen talentiertesten Profi auch in der kommenden Saison trainieren wird. Der Coach hat mehrfach betont, dass er von einer Vertragsverlängerung Kruses ausgehe. Zuletzt sagte er dem "kicker": "Ich habe das Gefühl, dass er sich sehr wohlfühlt mit unserer Art des Fußballs. Und dass es ihn reizt, hier vielleicht das erste Mal in seiner Karriere eine andere Rolle einzunehmen, als nur der Spieler Max Kruse zu sein." Zuvor hatte Kohfeldt bereits im "Weser-Kurier" erklärt: "Er weiß sehr genau, was er an Werder und dem Umfeld hier hat. Dass er ein Gesicht für etwas sein kann, was gerade beginnt."

Kruse wird ein ganz entscheidender Spieler für die Bremer in der Rückrunde sein. Nur wenn der 30-Jährige wieder seine Topform erreicht, hat Werder eine Chance, doch noch einen Europacup-Rang zu erreichen und in der kommenden Saison international zu spielen. Mit dem Kapitän? Kruse hat sich zu seiner Zukunft noch nicht geäußert. "Max wird ein bisschen pokern. Das liegt in seinem Naturell", so Kohfeldt.

Kohfeldt: "Müssen uns klar verbessern"

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In der täglichen Arbeit legt der Werder-Trainer das Hauptaugenmerk derzeit auf die Defensive: "Wenn wir dahin wollen, wo wir hinwollen, dann müssen wir uns klar verbessern", forderte der Coach. Gearbeitet wird deshalb vor allem im taktischen Bereich: Passwege besser zustellen, die Abstimmung optimieren, lautet der Arbeitsauftrag. Denn in Eins-gegen-eins-Duellen haben die Bremer Tempodefizite. Daraus macht Kohfeldt keinen Hehl: "Wir haben bei der Auswahl unserer Spieler sehr viel Wert auf die fußballerische Komponente gelegt. Wer zusätzlich auch noch die physische Komponente in gleicher Qualität mitbringt, spielt leider nicht bei Werder Bremen. Es ist einfach Fakt: Reine Laufduelle sind schwierig für uns."

2:6 gegen Leverkusen als Wendepunkt

Dass Werder seine individuellen Schwächen im Kollektiv ausgleichen kann, hat die Mannschaft in dieser Saison bereits bewiesen. Am achten Spieltag standen die Hanseaten auf Rang drei - mit lediglich acht Gegentreffern. Dann folgte das unerwartete und folgenschwere 2:6 gegen Leverkusen, das die Kohfeldt-Elf in einen Negativstrudel riss. Das Trainingslager in Südafrika soll ein Neuanfang sein und die Grundlage schaffen, dass Werder sein ambitioniertes Ziel "Europapokal" doch noch erreicht.

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Sport aktuell | 10.01.2019 | 12:25 Uhr

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