Stand: 20.06.2014 14:25 Uhr  | Archiv

Was tun, wenn es im Urlaub kracht?

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Der Unfallschaden sollte schriftlich dokumentiert werden.

Jeder zweite deutsche Urlauber ist im Sommer mit dem eigenen Auto unterwegs. Die beliebtesten Ziele im Ausland sind Frankreich, Italien, Österreich und die Niederlande. Ärger droht, wenn man dort in einen Unfall verwickelt wird. 27.000 Deutschen ist das im vergangenen Jahr passiert, so der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft. Der Schwerpunkt lag mit 125 Unfällen pro Tag im August.

Rechtzeitig vorsorgen

Der Verband rät, den Europäischen Unfallbericht auf einer Auslandsreise mitzunehmen. Alle Unfallbeteiligten sollten den Vordruck gemeinsam - jeweils in ihrer Sprache - ausfüllen, unterschreiben und Kopien austauschen. Aber Vorsicht: nichts unterzeichnen, was man nicht versteht. Die Angaben in diesem Protokoll können nachträglich nicht mehr angefochten werden. Fotos der beschädigten Autos und Namen von möglichen Zeugen sollten den Unfallbericht ergänzen.

Hilfe per Telefon

Hilfe bietet der Zentralruf der Autoversicherer, der aus dem Ausland unter der Telefonnummer +49 (40) 300 330 300 zu erreichen ist. Den Unfallbericht bekommen Autofahrer bei ihrer Kfz-Versicherung oder beim Gesamtverband unter der kostenlosen Telefonnummer (0800) 74 24 375.

Grüne Versicherungskarte nützlich

Die bekannte grüne Versicherungskarte ist bei einer Autofahrt ins EU-Ausland keine Pflicht. Sie enthält aber alle Daten über die eigene Versicherung und erleichtert es so, den Unfallbericht auszufüllen.

112 gilt europaweit

Wer in einen Unfall verwickelt ist, sollte immer die Polizei rufen. Viele Versicherungen fordern ein amtliches Protokoll, wenn sie den Schaden regulieren sollen. In der gesamten Europäischen Union gilt die einheitliche Notrufnummer 112.

Langwierige Regulierung

Auch wer den Unfall nicht verschuldet hat, muss häufig lange warten, bis er seinen Schaden erstattet bekommt. Eine Rechtschutz-Versicherung oder eine Vollkasko-Versicherung für das Auto sind dann sinnvoll. Allerdings bieten die meisten Versicherer diese Leistungen nur als langfristige Verträge an.

Dieses Thema im Programm:

NDR Info | Aktuell | 20.06.2014 | 06:41 Uhr

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